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Gute Gifte - böse Gifte: ZDF-Magazin "Abenteuer Wissen" über Botoxfallen, Giftmorde und Spinnenfarmer

    Mainz (ots) - Das Wissen über Gifte kann über Leben und Tod bestimmen - oft ist es nur eine Frage der Dosierung, ob ein Stoff als Fluch oder Segen wirkt. Das ZDF-Magazin "Abenteuer Wissen" mit Moderator Karsten Schwanke beleuchtet in der Sendung am Mittwoch, 11. Februar 2009, 22.15 Uhr, einige der gefährlichsten Substanzen der Welt und zeigt deren sehr unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten.

    So hat das starke Nervengift Botulinumtoxin das Potenzial, Hunderttausende Menschen in kurzer Zeit eliminieren zu können. Unter dem Marken-Namen Botox gilt aber der gleiche Wirkstoff in geringerer Konzentration in der kosmetischen Industrie als unbedenklich. Millionen Frauen lassen sich Botox in die Stirn spritzen, um ihre Falten zu glätten. Einige Forscher sind überzeugt, dass das Nervengift in vielen Bereichen heilend wirkt, etwa bei Tinnitus, Kinderlähmung oder Epilepsie. Und es wird auch schon als Medikament eingesetzt, etwa bei Spasmen. Neuere Untersuchungen deuten jedoch wiederum darauf hin, dass Botulinumtoxine auch in geringer Dosis gefährlicher sein könnten, als bisher angenommen: So stellte der Neurologe Mateo Caleo an Versuchen mit Labormäusen fest, dass auch stark verdünntes Botox sich im Körper verteilen kann, wobei sich dann die Folgen kaum einschätzten lassen.

    "Abenteuer Wissen" berichtet auch über die Schwierigkeiten der Gerichtsmedizin, unerlaubte Gifteinsätze bei Toten nachzuweisen. So gingen Ärzte beim so genannten Giftmord von Königsbrunn im Januar 2007 zunächst von einer natürlichen Todesursache aus - der   Koma-Patient war mit Verdacht auf Herzinfarkt eingeliefert worden. Als der Toxikologe der Gerichtsmedizin aufgrund zahlreicher Verdachtsmomente schließlich eine Blutprobe des Toten untersucht, ist dies dadurch erschwert, dass viele Giftstoffe nach dem Tod kaum noch nachweisbar sind. Zudem kann man bei Blutanalysen immer nur gezielt nach einzelnen Stoffen suchen. Wollte man alle Stoffe analysieren, bräuchte man Tausende Liter Blut und unbegrenzt Zeit und Geld. Im Fall von Königsbrunn hat der Toxikologe allerdings den richtigen Verdacht und findet Überreste eines tödlichen Medikamenten-Cocktails.

    Chuck Kristensen betreibt in der Wüste Arizonas die wohl größte Spinnenfarm der Welt. Zirka 70 000 giftige Tiere tummeln sich dort, darunter Taranteln, Einsiedlerspinnen, Skorpione. Die exotische Sammlung ist viel Geld wert, da Spinnengift für Wissenschaft und Pharmakonzerne ein begehrter Rohstoff ist. Die hoch giftigen Sekrete dienen der Herstellung neuartiger Schmerzmittel und Antibiotika. Um den Tieren ihr kostbares Giftsekret zu entlocken, müssen sie allerdings aufwändig und mühselig "gemolken" werden, wie "Abenteuer Wissen" zeigt.

    Die nächste "Abenteuer Wissen"-Sendung ist am Mittwoch, 25. Februar 2009, 22.15 Uhr im ZDF zu sehen. In der 184. Ausgabe des Magazins, das Karsten Schwanke dann zum 93. Mal moderiert, geht es um "Ölsand -Die Gier nach Kanadas schwarzem Gold".

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