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KfW: Schaden durch Geschäfte mit Lehman Brothers deutlich höher als bisher bekannt
Zusätzliche 200 Millionen Euro Verlust durch Schuldverschreibungen

    Mainz (ots) - Nach Informationen des ZDF liegt die Schadenssumme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) infolge des Konkurses der US-Investmentbank Lehman Brothers insgesamt bei 550 Millionen Euro. Neben den bisher bekannten 350 Millionen Euro, die im Rahmen eines Währungsswaps am vergangenen Montagmorgen nach New York gingen, stecken weitere 200 Millionen Euro in Schuldverschreibungen.

    Die KfW leiht sich weltweit 75 Milliarden Euro pro Jahr, um damit die Finanzierungen von Bauherren, Mittelstand, BAFöG oder Energieeinspardarlehen zu bedienen. Eingekauft wird diese Summe in 20 verschiedenen Währungen per Online-Banking. Wie bei einem Online-Girokonto waren etwa 1000 solcher Überweisungen für den 15. September 2008 programmiert. Nachdem ein Mitarbeiter die Überweisungen freigeschaltet hatte, gingen die 350 Millionen Euro an Lehman Brothers, eine Risiko-Warnliste enthielt keine Warnung.

    Angesichts der 10,7 Milliarden Euro Verlust bei der IKB sind die überwiesenen 550 Millionen Euro vergleichsweise gering, die Förderfähigkeit der Bank scheint dadurch zunächst nicht in Frage zu stehen.

    Ausführliche Informationen im ZDF spezial "Bankenchaos weltweit" am Donnerstag, 18. September 2008, um 19.25 Uhr im ZDF.

    Moderation Michael Opoczynski

    Mainz, 18. September 2008 ZDF Pressestelle

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