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Samstag, 1. April 2000, 17.05 Uhr
Länderspiegel

Mainz (ots) - 1. Top-Thema im Länderspiegel: Flughafen Frankfurt - Arbeitplätze gegen Lärmschutz Die Frankfurter Flughafen AG (FAG) will, dass der Airport - Deutschlands größte Arbeitsstätte mit etwa 62.000 Beschäftigten - expandiert. Zu den zwei Start- und Landebahnen und der Anfang der 80er Jahre nach massiven Protesten gebauten Startbahn-West ist eine weitere geplant. Wo genau, ist noch ungewiss. Eine Mediationsgruppe mit Vertretern der Kommunen, FAG, Fluggesellschaften, Flugsicherung und Gewerkschaften hatte Ende Januar eine Empfehlung für den Ausbau gegeben. Wirtschaftswachstum und zusätzliche 57.000 Stellen prognostiziert der Bericht - und nährt so die Hauptargumente der Ausbau-Anhänger. Vor der Sommerpause will sich die Landesregierung festlegen. Rund um den Frankfurter Flughafen formieren sich die Gegner im Kampf gegen den Ausbau. Sie führen die Sorge um künftige Generationen, Wasserreservoirs, Wald und die Beschwerden über den wachsenden Lärm an. In mehr als 40 Initiativen haben sie sich in einem Bündnis zusammengeschlossen. Mit Aktionen und wöchentlichen Demonstrationen wollen sie auf ihre Situation aufmerksam machen - und wenn es am Anfang nur gegen die geplante Piste ging, so kämpfen sie inzwischen gegen jeden Ausbau. 2. Porträt: Anne Lütkes - Neue Grüne Ministerin im Kabinett Simonis Die Ernennung der grünen Politikerin Anne Lütkes aus Köln zur Ministerin für Justiz, Frauen und Familie und stellvertretenden Ministerpräsidentin in der rot-grünen Regierungsmannschaft von Ministerpräsidentin Heide Simonis war ein Überraschungscoup der Grünen. 1999 wurde Anne Lütkes bekannt, als sie nur knapp als Oberbürgermeisterkandidatin in Köln scheiterte. Bevor die 51-jährige Fachanwältin für Familienrecht 1989 zur Fraktionschefin im Kölner Stadtrat gewählt wurde, war sie in den 70er Jahren am Aufbau des ersten ,Autonomen Frauenhauses' in Deutschland beteiligt und eröffnete 1976 ein Anwaltsbüro als ,Rechtsladen'. 3. Ortstermin: Countdown auf der Expo- Riesenbaustelle In zwei Monaten wird die Expo 2000 - unter dem Motto "Mensch - Natur - Technik" ihre Pforten öffnen. Nach mehr als zehn Jahren Planung, Diskussion und Arbeit befindet sich das 3,4 Milliarden-Projekt, an dem 190 Nationen beteiligt sind, nun im Endspurt. Rund 3000 Arbeiter kommen täglich auf das Gelände. Sie baggern, betonieren und zimmern für die 50 Pavillons, in denen sich die verschiedenen Länder präsentieren wollen. "Es wird ein Feuerwerk spannender Sachen geben", sagt der Vorsitzende des Bundes deutscher Architekten, Christian Kleine. 4. 630-Mark-Gesetz - Top oder Flop? Ein Jahr ist es nun alt, das umstrittene 630-Mark-Gesetz - und laut Bundesarbeitsminister Walter Riester habe es sich seither bewährt. 3,7 Millionen 630-Mark-Beschäftigte seien seither registriert. Das brächte den Rentenkassen 260 Millionen Mark Monat für Monat. Die Gegner sehen das ganz anders: Durch das Gesetz sei kein einziger Arbeitsplatz neu geschaffen worden, vielmehr seien insgesamt 700.000 Arbeitsplätze verloren gegangen, auch die Mehreinnahmen in der Sozialversicherung seien letztlich Augenwischerei. Außerdem würde die Schwarzarbeit (zum Beispiel in der Gastronomie) gefördert und die Steuerfreiheit von Studenten und Hausfrauen immer häufiger zum Einstellungskriterium. 5. Das Ende der 'Sofamelker'? Schlagwörter wie "Milchsee" und "Butterberg" standen Anfang der 80er Jahre für eine verfehlte Agrarpolitik. Um die Überproduktion einzudämmen, führte die EG 1984 eine Milchquote ein. Den Bauern wurde eine festgelegte Milchmenge zugeteilt. Wer mehr produzieren will, muss Quote hinzukaufen oder pachten - von den sogenannten "Sofamelkern". So nennt man die Bauern, die ihr Milchvieh abgeschafft haben und ihre Quote meistbietend verhökern. Um den Handel mit der Quote zu reglementieren, sollen die Kontingente ab 1. April an einer Art Börse gehandelt werden. Am Samstag, 1. April 000, wird der "Länderspiegel" zum ersten Mal von dem neuen Reaktionsleiter Ralph Schumacher moderiert. ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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