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"Verkehrtes Leben": ZDFtheaterkanal präsentiert im September Stücke über gestörte Welten

    Mainz (ots) - Gestörte zwischenmenschliche Beziehungen führen häufig zu "verkehrtem Leben". Wie das Theater mit diesen Irrwegen und Verstrickungen umgeht, zeigt der ZDFtheaterkanal in seinem September-Programm, unter anderem mit dem Theaterstück "Pornographie". So betitelte Simon Stephens seine Beschreibung von sieben parallel verlaufenden Geschichten, die als Vorzeichen einer Katastrophe schließlich in dem  Londoner Terroranschlag vom Juli 2005 gipfeln. Sebastian Nübling inszenierte "Pornographie", eine Koproduktion des Hamburger Schauspielhauses mit dem Schauspiel Hannover, und wurde damit 2008 zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen.

    Auch Regisseur Michael Haneke vermittelt in seinen Filmen den Eindruck einer gestörten Welt und macht dies insbesondere am Thema Gewalt in der Konsumgesellschaft fest. In "71 Fragmente einer Chronologie des Zufalls", den der ZDFtheaterkanal ebenfalls im September-Programm zeigt, rekonstruiert der Autor und Regisseur die Vorgeschichte eines Amoklaufs. Der Film erhielt nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderen den Österreichischen Filmpreis 1994. Hanekes französischer Spielfilm "Code unbekannt" - mit Juliette Binoche in der Hauptrolle - versammelt Menschen und Geschichten, die lose miteinander verbunden sind, und zeigt bewusst ein fragmentarisches Bild der Gegenwart, in dem viele aktuelle Themen aufgegriffen werden: Migration und Rassismus, das Verhältnis von Wahrheit und medialer Inszenierung, Zivilcourage und Schuld.

    Weitere Stücke im September-Programm des ZDFtheaterkanals: "Der Narr und seine Frau heute Abend in PANCOMEDIA" - opulent und verschwenderisch entwirft Botho Strauß ein Tableau zeitgenössischer Figuren, dem Regisseur Matthias Hartmann mit dem 30-köpfigen Schauspielensemble Kontur und Substanz gibt. Die Komödie "Freunde zum Essen" verdankt ihren Erfolg der humorvoll genauen Beobachtung von Paaren in den mittleren Jahren und deren Umgang mit der Frage aller Fragen: Zusammenbleiben oder auseinandergehen? Regisseur Dietmar Pflegerl hat die beschwingte und präzise Inszenierung ganz auf die hervorragenden Komödianten Gerd Wameling, Winfried Glatzeder, Maria Hartmann und Sona MacDonald abgestimmt.

    "Schlachten!" eröffnete 1999 die 100. Spielzeit im Deutschen Schauspielhaus in Hamburg: Luk Percevals Vision von Shakespeares Königsdramen gilt vielen als eine grandiose Reflexion der Geschichte von Sex und Macht. Außerdem stehen die Zeffirelli-Verfilmung von Shakespeares "Hamlet", mit hochkarätigen Schauspielern wie Mel Gibson, Glenn Close und Helena Bonham Carter, und weitere "hamlet_x-Kurzfilme von Herbert Fritsch auf dem Programm.

    Beim diesjährigen Schultheaterwettbewerb "LIEBE MACHT TOT(D) - Schüler spielen Shakespeare" wurde "Phalanx" zur Aufzeichnung ausgewählt, eine Aufführung des Backstage-Jugendclubs Deutsches Schauspielhaus in Hamburg nach Shakespeares "Troilus und Cressida".

    Der digitale ZDFtheaterkanal sendet täglich von morgens 9.00 bis nachts 2.00 Uhr. Die einzelnen Programme werden innerhalb eines Monats an unterschiedlichen Wochentagen und auf teilweise unterschiedlichen Sendeplätzen wiederholt. Weitere Informationen unter www.zdftheaterkanal.de/fernsehen

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