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ZDF-Magazin "Frontal" deckt Lebensmittelskandal auf: Hirn in Wurst
Am Dienstag, 28. März 2000, 21.00 Uhr im ZDF

    Mainz (ots) - Eine Reihe deutscher Wursthersteller mischt unerlaubt Hirn in Wurstprodukte. Betroffen sind vor allem Leber-, Mett- und Kochwürste. Nach Informationen des ZDF-Magazins "Frontal" wurde eine Delikatess-Leberwurst der Firma Brandenburg mit dem Zusatz Hirn verkauft. Brandenburg ist eine 100prozentige Tochter der REWE-Gruppe und beliefert die Supermärkte HL, Minimal und Penny mit seiner Wurst.

    Nach Angaben von REWE wurde die mit Hirn vermischte Delikatess-Leberwurst seit 1998 nicht mehr produziert. Wie viel Wurst bis dahin genau verkauft wurde, dazu wollte REWE sich allerdings nicht äußern. Nach Angaben des Konzernsprechers handelt es sich um Schweine- und nicht um Rinderhirn.

    Brandenburg war durch einen Test der Universität Gießen aufgefallen. Die Forscher haben erstmals eine Methode entwickelt, um Hirn in Wurstwaren nachzuweisen, können allerdings noch nicht zwischen Schweine- und Rinderhirn unterscheiden.

    Nach ZDF-Informationen ermittelt das Frankfurter Veterinäramt gegen drei Wursthersteller wegen unerlaubter Beimengung von Hirn. Die Verwendung von Hirn ist in Deutschland nicht generell verboten, aber nur für wenige Wurstsorten erlaubt und muss in diesen Fällen deklariert werden. Nach Ansicht des Lebensmittelexperten Udo Pollmer sollte wegen der BSE-Gefahr generell auf die Verwendung von Hirn in Lebensmitteln verzichtet werden.

    Mehr dazu heute im ZDF - Magazin "Frontal" um 21.00 Uhr.


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