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Münchner Rückversicherung: Unwetterereignisse nehmen zu / Zur Sendung des ZDF-Mittagsmagazins am 3. Juni 2008

    Mainz (ots) - Laut Ernst Rauch, Leiter der Abteilung Klimarisiken bei der Münchner Rückversicherung, hat die Zahl der Unwetter in den letzten Jahren zugenommen: "Wir haben in unserem Haus eine Naturkatastrophen-Datenbank, die auf mehrere Jahrzehnte zurückgreift", sagte Rauch im ZDF-Mittagsmagazin am Dienstag, 3. Juni 2008, und weiter: "Tatsächlich stellen wir fest, dass in Deutschland die Zahl der Unwetterereignisse (...) seit den 80er Jahren um dem Faktor 2 bis 3 angestiegen ist."

    Befragt nach den Ursachen sagte Rauch, dass sich einzelne Unwetter - wie das der vergangenen Nacht - nicht auf den Klimawandel zurückführen ließen. Eine langfristige Beobachtung der Ereignisse und ein Vergleich mit den Prognosen der Klimaforscher lege jedoch den Schluss nahe, dass es einen Zusammenhang zum Klimawandel gebe: "Dann ist es ein starkes Indiz für den Klimawandel als Ursache."

    Die Winterstürme richteten die größten Schäden in Deutschland an. Bei solchen Stürmen zahle die Versicherungswirtschaft mehrere Milliarden Euro aus. "Kyrill hat die deutsche Versicherungswirtschaft 2,4 Milliarden Euro gekostet", sagte Rauch. Europaweit seien es 4,5 Milliarden Euro gewesen. Unwetter wie in diesen Tagen kosteten weniger, etwa einige hundert Millionen Euro.

    Vorbeugend fordert Rauch ein Handeln auf individueller und volkswirtschaftlicher Ebene. So gehe es zum einen um kurzfristige Sicherungsmaßnahmen wie Wartungen an Wohngebäuden. "Die andere Ebene ist das Thema Klimaschutz. Die Ereignisse dieser Tage zeigen, dass es sehr viel wirtschaftlichen Sinn macht, hier vorbeugende Maßnahmen zu treffen."

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