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Tsingtau - Auf deutschen Spuren in China: ZDF-Dokumentation über die ehemalige "Musterkolonie" und den Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe 2008

    Mainz (ots) - Die Stadt Tsingtau im Nordosten Chinas galt als die deutsche "Musterkolonie" im Fernen Osten - bei den Olympischen Spielen 2008 ist das heutige Qingdao Austragungsort der Olympischen Segelwettbewerbe. Am Sonntag, 25. Mai 2008, 23.55 Uhr beleuchtet die ZDF-Dokumentation "Tsingtau - Auf deutschen Spuren in China" die deutsche Vergangenheit der heutigen Boom-City an Chinas Ostküste. Autor Dietmar Schulz schildert, wie aus einem kleinen Fischerdorf die Vorzeige-Kolonie wurde, in der 1910 3.500 Deutsche lebten.

    1897 wurde die Region Tsingtau auf Befehl des deutschen Kaisers Wilhelm II. von Marinesoldaten besetzt und später zum Handelsplatz ausgebaut, an dem sich zahlreiche deutsche Firmen ansiedelten. Noch heute erinnern Fachwerkhäuser, rote Ziegeldächer und Kopfsteinpflaster in Qingdaos Altstadt an die deutschen Einflüsse. Im früheren Amtssitz des Gouverneurs sitzt heute die Stadtregierung, die evangelische Christuskirche ähnelt einer norddeutschen Dorfkirche und der Bahnhof einer Ritterburg. Er war Ausgangspunkt einer Zugverbindung, die ab 1910 über Peking durch Nordchina, die Mongolei und Russland nach Berlin führte - im Speisewagen wurde "Holsteiner Schnitzel" serviert.

    Aufnahmen eines deutschen Hobby-Fotografen zeigen die Anfänge der Stadt. Die Bilder waren jahrzehntelang verschollen und sind nun erstmals in einer TV-Dokumentation zu sehen. Gleiches gilt für Ausschnitte aus einem Amateurfilm über den Alltag der Deutschen in Tsingtau.

    1914 ging die deutsche Zeit in Tsingtau zu Ende. Japanische Truppen eroberten die Stadt und die deutschen Kaufleute mussten die Stadt verlassen. Doch heute sind wieder etliche deutsche Unternehmen in der früheren Kolonie vertreten. Es lockt - wie damals - der große chinesische Markt.

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