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"Das Mädchen mit den neun Perücken"
ZDF-Reihe 37° porträtiert exklusiv Sophie van der Stap

    Mainz (ots) - Sophie van der Stap ist 24 Jahre alt und hat eine schwere Krebserkrankung hinter sich. Ihr Buch über die Geschichte ihrer Krankheit und die Hölle der Therapien, denen sie sich unterziehen musste, erschien kürzlich auch in Deutschland und steht inzwischen auf den Bestsellerlisten. ZDF-Autor Michael Petsch hat die Holländerin begleitet. Sein Film "Das Mädchen mit den neun Perücken" wird am Dienstag, 15. April 2008, 22.15 Uhr, in der Reihe "37°" im ZDF ausgestrahlt. Erstmals gewährt Sophie van der Stap einer Kamera Einblick in ihr Privatleben und ihren Alltag. Auch die Eltern sprechen zum ersten Mal über die schwere Zeit, die sie bis heute nicht verarbeitet haben.

    Eine wichtige Hilfe während der mehrmonatigen Chemotherapie waren für Sophie ihre neun Perücken: Mit ihrer Hilfe verwandelte sie sich in verschiedene "Persönlichkeiten", auf der Suche nach sich selbst. Bis heute fühlt sie sich emotional in die jeweilige Krankheitsphase zurückversetzt, wenn sie eine der Perücken aufsetzt.

    Für den "37°"-Film begleitet Michael Petsch Sophie van der Stap in ihrem Alltag, spricht mit ihren Eltern, ist bei Lesungen und auf der Leipziger Buchmesse dabei und zeigt, wie aus einer todkranken jungen Frau ein Shootingstar der Literaturszene wird. Das Buch, das Schreiben und das Reden in der Öffentlichkeit sind für die junge Holländerin Teil der Therapie. Die Kamera ist dabei, als Sophie nach über einem halben Jahr zum ersten Mal ihre Schwester Saskia wiedersieht, die seit zwei Jahren in Hongkong lebt. Ein emotionales Wiedersehen und intensive Gespräche mit der Person, die neben den Eltern ihre wichtigste Stütze während ihrer Krankheit war.

    Erstmals spricht Sophie auch über den schweren Verlust, den der Tod ihres Freundes Juriaan für sie bedeutet. Die beiden hatten sich während ihrer Krankheit kennen gelernt, doch Jurrian, der ebenfalls an Krebs erkrankt war, erlitt nach fünf Jahren einen Rückfall und starb im Januar 2008. Nach seinem Tod sieht sich Sophie noch mehr in der Verantwortung für die Arbeit in der gemeinsam gegründeten holländischen Kinderkrebsinitiative "Orange Ribbon International", die sie als sein Vermächtnis fortführen will. Die Kamera ist dabei, als sie die elfjährige Mehtap in Arnheim besucht, mit der sie sich angefreundet hat und um die sie sich schon länger kümmert. Das Mädchen leidet an einem Tumor im Rückenmark, was zu einer schweren körperlichen Behinderung geführt hat. Trotz des Altersunterschiedes unterhalten sich die beiden auf Augenhöhe. "Wir wissen, wie das ist. Wir kennen beide das Krankenhaus und haben das Gleiche durchgemacht", sagt Sophie.

    Im Moment geht es Sophie gut. Schon seit mehr als zwei Jahren wurden keine Krebszellen mehr gefunden. Ob sie aber wirklich dauerhaft geheilt ist oder die Krankheit eines Tages wieder ausbricht, vermag niemand zu sagen. Der Film bewegt sich in diesem Spannungsfeld: zwischen der Angst vor einem Wiederaufflammen der Krankheit und der rasanten Veränderung in ihrem Leben. Vielleicht ist das Buch der Schritt in eine neue berufliche Zukunft als Schriftstellerin, denn ihr Studium der Politikwissenschaften musste sie mit Ausbruch der Krankheit abbrechen.

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