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Türkische Gemeinde: Islamkritischer Film sehr gefährlich Vorsitzender äußert sich im "ZDF-Mittagsmagazin"

    Mainz (ots) - Kenan Kolat, der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, hat den islamkritischen Film des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders im "ZDF-Mittagsmagazin" am 28. März 2008 scharf kritisiert. Der Film schüre Ressentiments, das sei extrem gefährlich und habe ihn geschockt. "Natürlich muss ich sagen, dass es im Islam auch Terroristen gibt, die sich auf den Islam berufen und ihre Taten damit begründen. Das ist aber eine verschwindende Minderheit. Die überwältigende Mehrheit der Muslime lehnt diese Gewalttaten ab", betonte Kolat. "Dass man so verallgemeinernd, verächtend und auch herabwürdigend mit dem Islam umgeht, gehört sich nicht."

    Zu den im Film zitierten Suren erklärte Kolat, Wilders greife bestimmte Verse heraus und verbinde diese mit schrecklichen Ereignissen: "Er nimmt nicht den ganzen Koran, sondern Teile daraus, und bringt sie in einen anderen Zusammenhang. Das ist sehr, sehr gefährlich." Man könne das mit der Bibel genauso machen.

    Die türkische, die muslimische und die deutsche Gesellschaft müssten gemeinsam dazu beitragen, dass es in Deutschland friedlich bleibe. "Wir müssen auch innerhalb der muslimischen Gemeinschaft darüber sprechen, dass wir solche Gewalttaten, die sich auf den Koran beziehen, eindeutig ablehnen", forderte Kolat.

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