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Pressemitteilung
Das ZDF trauert um Martin Benrath

Mainz (ots) - Der Schauspieler Martin Benrath ist gestern im Alter von 73 Jahren in seinem Wohnort Herrsching bei München gestorben. Martin Benrath verkörperte deutsche Theater- und Filmgeschichte. In den 50er Jahren war er am Düsseldorfer Schauspielhaus noch unter Gustaf Gründens engagiert. Sein Weg führte ihn nach München, wo er über 20 Jahre hinweg am Bayerischen Staatsschauspiel Hauptrollen spielte. Zwischendurch trat er immer wieder an Berliner Bühnen auf. Bei den Salzburger Festspielen übernahm er unter anderem die Rolle des "Julius Caesar" unter der Regie von Peter Stein und die Rolle des Todes in "Jedermann". Seine Liebe galt dem Theater, aber auch in Kino und Fernsehen feierte er Erfolge: So unter anderem in "Berlinger" von Bernhard Sinkel, in den "Buddenbrooks" von Franz Peter Wirth, in der "Weissen Rose" von Michael Verhoeven, im "Schattenmann" von Dieter Wedel und in "Schtonk" von Helmut Dietl. Er arbeitete auch mit anderen berühmten Regisseuren wie mit dem kürzlich verstorbenen Bernhard Wicki, mit Peter Beauvais, mit Ingmar Bergman, mit Sherry Hormann und Sönke Wortmann zusammen und wirkte in mehreren Folgen der ZDF-Krimireihe "Derrick" mit. Für seine außerordentlichen Schauspielerleistungen erhielt Martin Benrath mehrere Preise und Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und zuletzt den Adolf-Grimme-Preis in Gold für seine Darstellung des Großvaters in "Der Laden" von Jo Baier. Martin Benrath hat stets mit seiner würde- und gefühlvollen Präsenz beeindruckt. Seine letzte große Rolle war der sympathische "König" in dem Dreiteiler "Zwei Asse und ein König" von Bernd Fischerauer, der zur Zeit im ZDF ausgestrahlt wird (Teil 2, Mittwoch, 2. Februar, Teil 3, Samstag, 5. Februar, jeweils 20.15 Uhr). Mit dieser Rolle hat er seinen vielen, bewegenden Auftritten noch einmal einen humanen Appell spielerisch und nachhaltig hinzugefügt. Mit Martin Benrath ist einer der größten deutschen Schauspieler des 20. Jahrhunderts gestorben. ots Originaltext: ZDF Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: ZDF Pressestelle 06131 / 70-2120 und -2121 Original-Content von: ZDF, übermittelt durch news aktuell

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