GAIN - Global Alliance for Improved Nutrition

GAIN ruft Entscheidungsträger auf, etwas gegen die "Doppelbelastung" durch Mangelernährung in der Region Nahost und Nordafrika zu unternehmen

Dubai, Vae, May 27, 2010 (ots/PRNewswire) - Während die reichen Golfstaaten mit einer neuen Epidemie an übergewichtigen Menschen zu kämpfen haben, leiden Millionen Menschen im Nahen Osten und in Nordafrika noch immer am stillen Hunger der Unterernährung.

Darin besteht die "doppelte Belastung" durch Mangelernährung in der Region Nahost und Nordafrika. Beide Ernährungszustände werden durch eine schlechte Ernährung mit zu wenig Vitaminen und Mineralien verursacht.

Diese zwei Formen der Mangelernährung sind Thema einer Konferenz, die am 25. und 26. Mai in Dubai stattfindet. Das weltweite Forum der Global Alliance for Improved Nutrition (GAIN) wurde von Ihrer Exzellenz Reem Al-Hashimy, Staatsministerin im Kabinett der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), eröffnet und findet zum ersten Mal in der Region Nahost und Nordafrika statt.

Marc Van Ameringen, Geschäftsführer von GAIN, erklärte: "Es gibt einfache, bezahlbare Lösungen für dieses Problem. Wir rufen die Entscheidungsträger und Unternehmen in der Region auf, dabei mitzuhelfen, die Gesundheit der mangelhaft ernährten Bevölkerungsgruppen in der Region zu verbessern und gleichzeitig die reicheren Nachbarn über richtige Essgewohnheiten zu informieren."

Die Khalifa Bin Zayed Al Nahyan Foundation hat bereits zugesagt, den Kampf gegen Mangelernährung in Afghanistan zu unterstützen.

"Wenn jetzt nichts gegen das Problem der Mangelernährung unternommen wird, wird dies zu einer Schwächung der wirtschaftlichen, sozialen und intellektuellen Stärke Afghanistans führen. Die Khalifa Bin Zayed Al Nahyan Foundation ist stolz darauf, sich während der nächsten drei Jahre zusammen mit GAIN dafür einzusetzen, die Mangelernährung in Afghanistan um 30 % zu reduzieren. Dabei wollen wir vor allem Säuglingen und kleineren Kindern helfen", so eine Erklärung der Khalifa Bin Zayed Al Nahyan Foundation.

Noch nie hat es in den Golfstaaten so viele Fälle von Adipositas gegeben. Insbesondere bei den Jugendlichen sind die Zahlen erschreckend hoch: In Bahrain sind in dieser Altersgruppe 52,5 Prozent betroffen, in den Vereinigten Arabischen Emiraten 35,2 Prozent und in Kuwait 45,3 Prozent.

In anderen Ländern der Region Nahost und Nordafrika, beispielsweise in Marokko, Ägypten, Jemen und Afghanistan, hingegen führt die Unterernährung zu schweren Folgen. 10 Prozent der Kinder unter 5 Jahren weisen kein altersgemässes Gewicht auf; 32 Prozent der Kinder in derselben Altersgruppe sind zu klein für ihr Alter. Blutarmut ist weitverbreitet. Im Sudan sind davon 85 Prozent der Kinder im Vorschulalter betroffen, in Jemen 68 Prozent. Über 55 Prozent der schwangeren Frauen in Afghanistan und in Jemen leiden an Blutarmut, in Ägypten und Algerien sind bis zu 40 Prozent der Schwangeren betroffen.

"3,5 Millionen Kinder sterben weltweit an Mangelernährung, 2 Milliarden Menschen leiden an Vitamin- und Mineralienmangel und 1,02 Milliarden gehen jeden Abend hungrig ins Bett. Das können wir nicht hinnehmen. Die Zukunft unserer Kinder steht auf dem Spiel", so Jay Naidoo, Vorsitzender von GAIN und der Southern African Development Bank.

Um weltweit nachhaltige Programme zur Anreicherung von Nahrungsmitteln durchzuführen, ruft GAIN Partnerschaften mit Regierungen, Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Spendern ins Leben. Diesen Programmen liegt ein spezieller marktbasierter Ansatz zugrunde.

In Ägypten essen Millionen von Menschen bezuschusstes Baladi-Brot, das mit Folsäure und Eisen angereichert ist. Im Rahmen eines neuen Projekts, das dort bald anlaufen wird, soll Pflanzenöl mit Vitamin A angereichert werden und Firmen, die Öl herstellen, sollen entsprechende Anlagen und technische Hilfe erhalten.

In Marokko wird ein Drittel des im Land verkauften Weizenmehls mit Eisen, Folsäure und anderen B-Vitaminen angereichert und über 71 Prozent des im Land verkauften Pflanzenöls enthält einen Zusatz von Vitamin A und D.

GAIN befürwortet die Anreicherung von Grundnahrungsmitteln mit Vitaminen und Mineralien und den Zusatz von Iod zum Salz, da es sich dabei um einfache, kostengünstige und wirksame Massnahmen zur Verbesserung der Gesundheit stark gefährdeter Bevölkerungsgruppen handelt und die es zudem Kindern ermöglicht, ihr Potenzial vollständig zu entfalten. Gleichzeitig werden auch Aufklärungskampagnen zu gesunden Essgewohnheiten gefördert, mit denen das Ziel verfolgt wird, das Risiko für Erkrankungen wie Diabetes und Herz-Kreislaufkrankheiten zu senken, die mit starkem Übergewicht einhergehen.

Vom 25. bis zum 26. Mai 2010 kommen auf dem 4. GAIN Business Alliance Global Forum 2010 - GAIN Insight - in Dubai Unternehmen, Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Wissenschaftler zusammen, um gemeinsam an einer Zukunft ohne Mangelernährung zu arbeiten.

Informationen zu GAIN

Die Global Alliance for Improved Nutrition (GAIN) ist eine Organisation, die sich für eine Welt ohne Mangelernährung einsetzt. GAIN wurde 2002 auf einer Sondersitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Thema Kinder ins Leben gerufen. GAIN ist eine Schweizer Stiftung, die öffentlich-private Partnerschaften ins Leben ruft und finanzielle und technische Unterstützung bietet, um denjenigen Menschen, die am meisten von Mangelernährung gefährdet sind, Nahrungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die innovativen Partnerschaften von GAIN in mehr als 25 Ländern kommen über 200 Millionen Menschen zugute. Die Stiftung baut zurzeit ihre Aktivitäten weiter aus mit dem Ziel, eine Milliarden Menschen mit innovativen, nahrhaften Lebensmitteln zu erreichen. Der Hauptsitz von GAIN ist in Genf in der Schweiz. Büros in Peking, Kairo, Johannesburg und Neu-Delhi unterstützen Programme vor Ort, wo der Bedarf am grössten ist.

Für weitergehende Informationen wenden Sie sich bitte an: Emily Lightfoot, Account Director, FBC Media Tel: +44-7775-857-029, E-Mail: elightfoot@fbcmedia.com Christophe Lecureuil, Leiter Kommunikation, GAIN, Tel: +41(0)22-749-17-71, E-Mail: clecureuil@gainhealth.org

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