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Novartis-Preis der Deutschen Gesellschaft für Pathologie würdigt innovative Forschung zur personalisierten Krebsmedizin

Verleihung des Novartis-Preises der Deutschen Gesellschaft für Pathologie am 12.06.2014 auf der Jahrestagung der DGP in Berlin - (v.l.n.r): Dr. Ulrike Haus, Medical Director, Novartis Oncology, Nürnberg, Preisträgerin Dr. Daniela Laimer-Gruber, Universitätsmedizin Wien, und Prof. Dr. Peter Schirmacher,... mehr

Nürnberg (ots) - Frau Dr. Daniela Laimer-Gruber vom Institut für Pathologie der Medizinischen Universität Wien wurde im Rahmen der 98. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) in Berlin mit dem Novartis-Preis der DGP ausgezeichnet. Damit wurde zum zweiten Mal ein herausragendes Forschungsprojekt, das der individualisierten Krebstherapie neue Impulse gibt, mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis gewürdigt. Unter den 13 eingereichten, bereits in renommierten Journals publizierten Studien überzeugte die diesjährige Preisträgerin die unabhängige Expertenjury*, da in ihrer Arbeit "neben der Aufklärung der molekularen Pathogenese des anaplastisch-großzelligen Lymphoms auch eine personalisierte Behandlungsstrategie bei diesem Krebsleiden aufgezeigt werden konnte", kommentierte Prof. Dr. Peter Schirmacher, Vorsitzender der DGP.

Kein Krebsleiden ähnelt dem anderen und erfordert daher eine individuelle Behandlung. Ziel der translationalen Forschung ist es, spezifische Krankheitsmechanismen als Voraussetzung für eine personalisierte Therapie zu untersuchen. "Frau Dr. Laimer-Gruber und Mitautoren haben in ihrer Arbeit beispielhaft dieses Vorhaben verwirklicht", so Schirmacher. Laimer-Gruber et al. untersuchten einen besonders aggressiven Tumor, das anaplastisch-großzellige Non-Hodgkin-Lymphom (anaplastic large cell lymphoma - ALCL), das überwiegend bei Kindern und jungen Erwachsenen auftritt. Unter Verwendung eines genetischen Modells, das diese Erkrankung in der Maus exakt widerspiegelt, konnte im ersten Teil des Projektes1 die zentrale Rolle des Schaltermoleküls PDGFR-beta identifiziert werden. Eine chromosomale Translokation t(2;5)(p23;35) führt zur Bildung des Onkoproteins NPM-ALK. Dieses Onkoprotein aktiviert mittels zweier Transkriptionsfaktoren eine Tyrosinkinase: den Wachstumsfaktor PDGFR-beta. Dieser stimuliert das Wachstum sowie die Metastasierung des Tumors und repräsentiert somit ein molekulares Target. Im zweiten Teil des Forschungsprojektes wurde gezeigt, dass durch einen Inhibitor die Funktion des PDGFR-beta gezielt gehemmt werden kann. Dadurch verbesserte sich im Mausmodell signifikant die Überlebensrate. Zusätzlich konnte bei einem terminalen, therapierefraktären NPM-ALK-positiven Patienten eine komplette, langanhaltende Remission erreicht werden. Die Pionierarbeit wurde bereits in Nature Medicine publiziert.

Novartis und die DGP möchten mit dem Preis die Forschungsaktivitäten in der Pathologie unterstützen. "Ziel ist es, innovative Projekte zu neuen Diagnosemethoden zu fördern sowie neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren, so dass Patienten mit onkologischen und hämatologischen Erkrankungen zielgerichtet von den therapeutischen Optionen profitieren.", erklärte Frau Dr. Ulrike Haus, Medical Director von Novartis Oncology.

Unabhängige Jury des Novartis-Preises der DGP 2014 Prof. Dr. Peter Schirmacher (Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Heidelberg) Prof. Dr. Reinhard Büttner (Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Köln) Prof. Dr. Dontscho Kerjaschki (Institut für Pathologie, Medizinische Universität Wien) Prof. Dr. Manfred Dietel (Institut für Pathologie, Charité Universitätsmedizin Berlin) Prof. Dr. Hans H. Kreipe (Institut für Pathologie, Medizinische Hochschule Hannover) Prof. Dr. Holger Moch (Institut für klinische Pathologie, Universitätsspital Zürich) Prof. Dr. Thomas Kirchner (Institut für Pathologie, Ludwig-Maximilians-Universität München)

Die Jury-Mitglieder durften Arbeiten aus dem jeweiligen eigenen Institut nicht bewerten.

Die drei bestplatzierten Arbeiten wurden von zwei weiteren Gutachtern (Prof. Dr. Ferdinand Hofstädter, Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Regensburg, und Prof. Dr. Hans Konrad Müller-Hermelink, Institut für Pathologie, Universität Würzburg) bewertet.

Über die Deutsche Gesellschaft für Pathologie

Die Deutsche Gesellschaft für Pathologie e.V. (DGP) ist die wissenschaftliche Fachgesellschaft der Pathologinnen und Pathologen. Sie wurde 1897 gegründet und verfolgt mit ihren 950 Mitgliedern das Ziel, die wissenschaftlichen Belange der Pathologie im weitesten Umfang zu fördern. Ansprechpartnerin für die Medien: DGP e.V., Beatrix Hesse, Robert-Koch-Platz 9, 10115 Berlin, Tel. 030/25760727, E-Mail hesse@pathologie-dgp.de.

Über Novartis

Novartis bietet innovative medizinische Lösungen an, um damit auf die sich verändernden Bedürfnisse von Patienten und Gesellschaften einzugehen. Novartis hat ihren Sitz in Basel (Schweiz) und verfügt über ein diversifiziertes Portfolio, um diese Bedürfnisse so gut wie möglich zu erfüllen - mit innovativen Arzneimitteln, ophthalmologischen Produkten, kostengünstigen generischen Medikamenten, Impfstoffen zur Vorbeugung von Erkrankungen, rezeptfreien Medikamenten und tiermedizinischen Produkten. Novartis ist das einzige global tätige Unternehmen mit führenden Positionen in diesen Bereichen. Im Jahr 2013 erzielte der Konzern einen Nettoumsatz von USD 57,9 Milliarden und wies Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von rund USD 9,9 Milliarden (USD 9,6 Milliarden unter Ausschluss von Wertminderungen und Abschreibungen) aus. Die Novartis Konzerngesellschaften beschäftigen rund 135 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vollzeitstellenäquivalente) und verkaufen ihre Produkte in über 150 Ländern. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter http://www.novartis.com.

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