Raps toppt Soja
Deutsche Landwirte setzen auf Raps. Innerhalb von 10 Jahren hat sich der Einsatz von Rapsschrot in der Tierfütterung verdoppelt. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/77329 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/OVID, Verband der ...

Berlin (ots) - 2015 verfütterten deutsche Landwirte erstmals mehr Raps- als Sojaschrot. Andere Eiweißfutter spielten kaum eine Rolle. Der Import von Soja bleibt weiterhin wichtig.

Mit etwa 4,0 Millionen Tonnen lag der Verbrauch an Rapsschrot in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals über dem von Sojaschrot mit 3,9 Millionen Tonnen. Landwirte setzen beide Ölschrote ein, um den Bedarf an hochwertigem Eiweiß von Rindern, Schweinen und Geflügel zu decken.

Rapsschrot wird aus Rapssaaten gewonnen. Sie liefern zu 40 Prozent Öl und zu 60 Prozent Schrot. Der Verbrauch an Rapsschrot hat sich in Deutschland innerhalb von nur 10 Jahren verdoppelt. "Die Rapspflanze ist eine Erfolgsstory. Ihre Saaten liefern nicht nur wertvolles Rapsöl, sondern auch hochwertiges Tierfutter. Sie färbt unsere Landschaften im Mai gelb und kurbelt die heimische Wirtschaft an", so OVID-Präsident Wilhelm F. Thywissen.

Während Raps überwiegend in Mitteleuropa gedeiht, stammt Soja größtenteils aus Nord- und Süd-Amerika. Seit einigen Jahren wird versucht, die Frucht auch in Europa anzubauen. In Deutschland wuchsen 2015 etwa 34.000 Tonnen Sojabohnen auf 17.000 Hektar. Das sind zwei Tonnen je Hektar. In Südamerika liegt der Ertrag bei rund drei Tonnen.

Zu den alternativen Eiweißfuttermitteln zählen Körnerleguminosen. Das sind zum Beispiel Futtererbsen, Ackerbohnen und Lupinen. Über die letzten zehn Jahre blieb deren Ernte in Deutschland nahezu unverändert bei knapp 0,3 Millionen Tonnen. Zuletzt brachten die Greening-Vorgaben neue Impulse zur Ausweitung des Anbaues. Thywissen dazu: "Körnerleguminosen spielen mengenmäßig eine untergeordnete Rolle. In der Fruchtfolge können sie positive Umweltwirkungen entfalten. Im Gegensatz zu Ölsaaten liefern sie von derselben Fläche aber kein Pflanzenöl. Sie sind daher eine kaum ernstzunehmende Alternative."

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