Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Im neuen Jahr mehr Bewegung? Die BGW gibt Tipps fürs Umsetzen im Alltag

Hamburg (ots) - Mehr Bewegung: Das nehmen sich gerade zum Jahreswechsel viele Menschen vor. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) hat dazu sechs Tipps zusammengestellt. "Bewegung in den Alltag zu bringen, ist leichter als man vielleicht denkt", ermutigt Diplom-Medizinpädagogin Ilka Graupner von der BGW. "Man muss gar nicht riesige Zeitfenster dafür freihalten", so die Expertin. "Vieles geht ganz einfach zwischendurch."

Tipp 1: Kleine Lockerungsübungen am Morgen

Wer morgens mit kleinen Lockerungsübungen startet, bringt den Körper in Schwung und stimmt sich auch mental auf einen bewegten Tag ein. Zum Beispiel mit folgenden kleinen Übungen - die man im Laufe des Tages immer mal wiederholen kann:

   - Den Kopf langsam nach rechts drehen und vorsichtig so weit wie 
     möglich über die Schulter schauen, dann zurück zur Mitte und 
     anschließend nach links und dann wieder zur Mitte. Wichtig: Den 
     Kopf dabei gerade halten.
   - Die Arme bei aufrechtem Oberkörper abwechselnd nach oben 
     strecken und mit den Händen zur Decke greifen. Dabei immer 
     länger werden. Wichtig: Nicht mit dem Oberkörper schwanken.
   - Den Oberkörper vornüber beugen und die Arme entspannt nach unten
     hängen lassen. So lange in dieser Haltung bleiben, wie es 
     angenehm ist. 

Tipp 2: Den Weg zur Arbeit nutzen

Als nächstes bietet sich vielleicht der Weg zur Arbeit für mehr Bewegung an. "Viele Strecken lassen sich gut mit dem Fahrrad zurücklegen", so Graupner "Im Zweifel einfach mal bei gutem Wetter ausprobieren." Und wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, steigt einfach ein oder zwei Stationen früher aus und geht den Rest zu Fuß.

Tipp 3: Dem Körper im Berufsalltag Abwechslung bieten

Viele Berufe sind mit langem Sitzen oder langem Stehen verbunden. Beides tut dem Körper nicht gut. In Büroberufen empfiehlt sich:

   - Immer mal wieder die Sitzposition verändern und zwischendurch 
     aufstehen, zum Beispiel beim Telefonieren. Ideal sind 
     höhenverstellbare Schreibtische, an denen man zwischendurch im 
     Stehen arbeiten kann.
   - In Bewegung kommt man zudem, wenn der Drucker etwas entfernt vom
     Arbeitsplatz steht - und wenn man hausintern nicht alles per 
     Telefon oder E-Mail klärt, sondern auch mal den Weg über den 
     Gang und das persönliche Gespräch sucht. 

In Stehberufen ist Bewegung ebenfalls wichtig:

   - Möglichst zwischendurch Tätigkeiten im Gehen oder Sitzen 
     einschieben, zum Beispiel Erledigungsgänge oder 
     Schreibtischarbeit.
   - Immer wieder die Haltung ändern. Zum Beispiel mal mit den Füßen 
     wippen, mal einen Fuß auf eine Stufe oder Fußbank stellen - oder
     mal den kompletten Rücken fest an eine Wand pressen, um aus dem 
     Hohlkreuz zu kommen.
   - Abwechslung bieten zudem Stehhilfen, auf denen man halb sitzend,
     halb stehend arbeitet. 

Tipp 4: Die Mittagspause aktiv gestalten

Ferner kann man Bewegung oft prima in die Mittagspause einbauen. Eine Joggingrunde mit anschließender Dusche wird da sicher die Ausnahme bleiben, aber ein Spaziergang an der frischen Luft dürfte bei den meisten möglich sein.

Tipp 5: Fitnesstraining im Haushalt

Auch zu Haus lässt sich nebenbei etwas für die Fitness tun: Zum Beispiel kann man beim Ausräumen der Spülmaschine die Beinmuskeln kräftigen oder beim Fensterputzen die Schultergelenke zu allen Seiten bewegen. "Grundsätzlich tut jede Bewegung dem Körper gut", erklärt Ilka Graupner. "Wichtig ist vor allem, dass man sie bewusst ausführt. Das heißt: Immer in sich hineinhören und die Muskeln gezielt anspannen oder lockerlassen. Dann wird selbst die Hausarbeit zum Bewegungsprogramm."

Tipp 6: Zum Sport verabreden

Wer Sport treiben möchte, aber unter einem ausgeprägten "inneren Schweinehund" leidet, verabredet sich am besten mit anderen zum Training. Das sorgt nicht nur für einen gewissen sozialen Druck, sondern fördert auch noch die sozialen Kontakte.

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Über die BGW

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für mehr als 7,7 Millionen Versicherte in über 620.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

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