Bundesverband für Tiergesundheit e.V.

Erste Hilfe für Hunde: Alles im Griff
Schnelle Hilfe vor Ort ist gut, ein Besuch beim Tierarzt schafft Sicherheit

Erste Hilfe für Hunde: Alles im Griff / Schnelle Hilfe vor Ort ist gut, ein Besuch beim Tierarzt schafft Sicherheit
Bei kleineren Verletzungen hilft ein provisorischer Verband aus dem Notfallkoffer, um die Blutung zu stillen und die Wunde vor Verunreinigung zu schützen. Die Endversorgung sollte ein Tierarzt vornehmen. Foto: Andrea Klostermann/BfT / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/pm/76750 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle ...

Bonn (ots) - Der Hund hechelt auffällig stark, er jault, humpelt oder liegt apathisch in der Ecke? Wenn sich ein Hund ungewöhnlich benimmt, hat das meist "gute" Gründe. Im Falle eines Falles heißt es Ruhe bewahren und abschätzen, ob und wie man dem vierbeinigen Freund schnell und richtig helfen kann. Es erweist sich als hilfreich, in einer Krisensituation Notfall-Telefonnummern zur Hand zu haben. Zudem gehört eine tiergerechte Notfallapotheke in jeden Hundehaushalt. Wer sehr gut vorbereitet sein will, kann einen Erste-Hilfe-Kurs besuchen. Tierärzte, Hundevereine oder Volkshochschulen bieten solche speziellen Veranstaltungen an. Im Notfall direkt den Tierarzt anzurufen, ist im Zweifelsfall die beste Lösung. Der kann übers Telefon eventuell schon erste Hinweise geben oder anhand der beschriebenen Symptome abschätzen, ob ein sofortiger Besuch in der Praxis ratsam ist.

Unfälle aller Art stehen in der Notfall-Statistik ganz weit oben. Kleinere Blessuren, Bisswunden nach Raufereien oder ein Verkehrsunfall - die Palette der Verletzungsgefahren ist groß. Damit oft verbunden sind blutende Wunden. Ein Notdruckverband hilft, eine Blutung zunächst zu stoppen und einen größeren Blutverlust zu verhindern. Aber auch kleine Wunden müssen versorgt werden, um Infektionen möglichst keine Chance zu geben.

Hunde können nicht wie der Mensch schwitzen und sind daher sehr hitzeempfindlich. Die Gefahr eines Hitzeschlags sollte deshalb nicht unterschätzt werden. Eine kritische Grenze ist erreicht, wenn die Körpertemperatur des Tieres über 40 Grad Celsius ansteigt. Der Hund reagiert darauf häufig mit Erbrechen, Krämpfen oder völliger Teilnahmslosigkeit bis hin zum Zusammenbruch. Auch eine große rote Zunge ist ein Symptom für einen Hitzeschlag. Am besten kühlt man das überhitzte Tier vorsichtig mit nassen Tüchern ab und animiert es zum Trinken. Es ist lebenswichtig, schnell zu handeln und den Hund nach der Erstversorgung sofort zum Tierarzt zu bringen. Bei starker Überhitzung ist nämlich ein Organversagen nicht auszuschließen. Keinesfalls darf der Hund an sommerlichen Tagen allein im Auto gelassen werden. Selbst im Schatten und bei geöffneten Fenstern kann die Temperatur im Auto sehr schnell ansteigen.

Die sommerliche Grillzeit birgt neben viel Spaß und guter Laune leider auch eine weitere Verletzungsgefahr für Hunde. Manch einer vergisst seine gute Erziehung und schnappt sich etwas von der lecker duftenden Grillware und verbrennt sich im wahrsten Sinne des Wortes das Maul. Wie tröstlich, dass der kleine Diebstahl mit einem kühlenden Eis "belohnt" werden darf. Der Grill selber mit seiner glühenden Holzkohle ist die größere Gefahrenquelle. Brandwunden müssen sofort gekühlt werden. Als Faustregel gilt: Sind mehr als 2,5 Prozent der Körperoberfläche betroffen, spricht man von schweren Verbrennungen, die ein Tierarzt in Augenschein nehmen muss.

Selbst harmlose Spielchen wie Stöckchen werfen, bergen ein gewisses Verletzungsrisiko. Man muss darauf nicht verzichten, schließlich macht es Hund und Herrchen gleichermaßen Spaß. Man kann aber zu weichem oder morschem Holz greifen. Dann bleiben Verletzungen meist oberflächlich und ohne größere Folgen.

Schnelles Handeln ist auch bei Vergiftungen erforderlich. Nicht nur chemische Substanzen sind gefährlich, auch die Giftküche Natur hält so manch Ungenießbares parat. Das können giftige Pflanzen oder giftige Tiere sein, wie beispielsweise die Raupen des Eichenprozessspinners, die regional eine Plage sind. Bei Verdacht auf Vergiftung ist der Tierarzt schnell aufzusuchen. Je früher Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, umso besser die Heilungschancen. Wenn möglich sollte eine Probe des verdächtigen Materials mitgenommen werden.

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Sabine Schüller,
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