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DAtF-Präsident fordert von Endlagerkommission Beschleunigung des Verfahrens - Kerntechnik aus Deutschland international erfolgreich

Berlin (ots) - Vom 5. bis 7. Mai findet in Berlin bereits zum 46. Mal das Annual Meeting on Nuclear Technology (AMNT, Jahrestagung Kerntechnik) statt. In seiner Eröffnungsrede betont der Präsident des DAtF, Dr. Ralf Güldner, die Tagung sei "die einzige in Deutschland und auch in Europa, die sich der Kerntechnik derart ganzheitlich widmet und dabei gezielt den internationalen Fachaustausch in dieser Breite befördert".

Zur Arbeit der Endlagerkommission äußert der DAtF-Präsident Anerkennung für bereits erreichte Fortschritte. Jedoch zeigt er sich besorgt über den zu erwartenden Zeitrahmen für die Entsorgung hoch radioaktiver Abfälle: "Eines der wichtigsten Ziele bei der Entsorgung radioaktiver Abfälle ist es, nachfolgenden Generationen keine ungebührlichen Belastungen aufzuerlegen. Dieses Ziel ist mit einem Prozess, der womöglich 150 Jahre dauert, nicht zu vereinbaren." Dr. Güldner fordert deshalb, die Kommission müsse es "zu ihrer Aufgabe machen, Vorschläge zur Beschleunigung des Auswahlverfahrens und der weiteren Schritte zu entwickeln."

Mit Blick auf die Aufgaben im laufenden Betrieb sowie beim Rückbau und der Entsorgung erklärt Dr. Güldner, dass das wissenschaftliche und industrielle Know-how in Deutschland international beispielhaft sei. Er ruft dazu auf, dies langfristig abzusichern mit "einer ausreichend großen kritischen Masse bei den in Deutschland vertretenen Herstellern, ihren Zulieferern und Dienstleistern, die das erforderliche Spektrum von Fähigkeiten abdecken können". Dazu gehöre, so Dr. Güldner weiter, in Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft im Sinne einer freien Forschung und gezielten Ausbildung die fachliche Kompetenz auf dem jetzigen Niveau aufrecht zu erhalten.

Der verlässliche Anlagenbetrieb, die sehr hohen Sicherheitsstandards und die Sicherheitskultur seien die Grundlage auf der sich Deutschland in der EU und weltweit für ein hohes nukleares Sicherheitsniveau einsetze. "Ohne eine eigene kerntechnische Industrie, die in eine entsprechende Forschungslandschaft eingebettet ist, wird es aber nicht möglich sein, weiter eine treibende Kraft kerntechnischer Sicherheit weltweit zu sein", so Dr. Güldner zum kerntechnischen Gestaltungsanspruch, zu dem sich die Bundesregierung trotz Kernenergieausstiegs bekenne.

Die Leistungsfähigkeit der kerntechnischen Branche in Deutschland werde aktuell an den Betriebsergebnissen der Kernkraftwerke im internationalen Vergleich sichtbar: Trotz immer umfänglicheren Lastfolgebetriebs wegen des fortschreitenden Ausbaus der erneuerbaren Energien befänden sich unter den besten zehn Kernkraftwerken der Welt bei der Bruttostromerzeugung im Jahr 2014 vier deutsche Anlagen: Emsland, Brokdorf, Isar 2, Neckarwestheim 2. Auch deshalb sei Kerntechnik aus Deutschland international gefragt und erfolgreich.

Hinweis an Redaktionen: Im Bereich Presse auf www.kernenergie.de sind die Rede des DAtF-Präsidenten Dr. Ralf Güldner anlässlich des AMNT und die Tabelle Top Ten 2014 der Kernkraftwerke weltweit abrufbar.

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