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45. Jahrestagung Kerntechnik eröffnet: Produkte und Services aus Deutschland international gefragt - Klarheit in Sachen Zwischenlagerung und Schacht Konrad gefordert

Frankfurt am Main (ots) - Mit seiner Rede eröffnete der Präsident des DAtF, Dr. Ralf Güldner, die 45. Jahrestagung Kerntechnik in Frankfurt am Main und stellte dabei heraus, dass die Tagung "eine breite Leistungsschau der kerntechnischen Industrie in Deutschland bietet. Die nationale und internationale Resonanz zeigt einmal mehr den Stellenwert unserer Tagung als Plattform für den fachlichen Austausch."

Das auch international hohe Ansehen gründe nicht zuletzt auf den hohen Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der deutschen Kerntechnik. So trügen deutsche Unternehmen und Forschung im Rahmen von Nachrüstungen bzw. Optimierungen wesentlich zur Erhöhung von Sicherheitsstandards weltweit bei. Dr. Güldner erklärte, "für unsere Industrie, die ohnehin stark und sehr erfolgreich exportorientiert ist, besteht speziell in unserem Know-how in den Bereichen Sicherheit, Betrieb und Entsorgung ein sehr guter Ausgangspunkt für eine künftig noch weitergehende Internationalisierung".

Güldner ging zudem auf ungelöste Probleme im regulatorischen und politischen Umfeld ein. So erklärte er zur alternativen Zwischenlagerung von aus dem Ausland zurückzuführenden verglasten Abfällen aus der Wiederaufarbeitung: "Die Betreiber sind bereit, bei entsprechendem Rückhalt durch die jeweilige Landesregierung und nach Klärung der offenen Fragen die erforderlichen Genehmigungsanträge zu stellen. Angesichts der vorhandenen Lösung mit dem Zwischenlager Gorleben und der angeschlossenen technischen Infrastruktur sind die erheblichen finanziellen Mehraufwendungen jedoch von der öffentlichen Hand zu tragen. Hierfür muss eine belastbare Einigung gefunden werden."

Auch beim Rückbau der Kernkraftwerke, den die Betreiber grundsätzlich zügig umsetzen möchten, bestünden angesichts der umfangreichen genehmigungsrechtlichen Aufgaben der kommenden Jahre Herausforderungen für die staatliche Seite. So bestehe leider immer noch Unklarheit über die Einlagerungsbedingung im genehmigten Endlager Schacht Konrad. Es seien deshalb dringend eindeutige Aussagen der Genehmigungsbehörden sowie unter anderem auch eine veränderte Prioritätensetzung beim Einsatz von personellen Ressourcen beim Bundesamt für Strahlenschutz erforderlich, um die Herausforderungen zu bewältigen.

Hinweis für Redaktionen: Die Rede des DAtF-Präsidenten ist unter www.kernenergie.de/Presse/Pressemitteilungen abrufbar.

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