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Morgen im Bundesrat: Informationsgesetz jetzt! CDU-Länder müssen nach Futtermittelskandal umdenken

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die Bundesländer aufgefordert, morgen im Bundesrat dem Verbraucherinformationsgesetz von Agrarministerin Künast zuzustimmen. Insbesondere die CDU/CSU-regierten Länder dürften das Gesetz nun nicht mehr mit durchsichtigen wahltaktischen Ausreden blockieren. Wenn es das Gesetz schon gegeben hätte, wäre ein Fall wie des mit Pestiziden belasteten Futterweizens so nicht möglich gewesen, sagte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Insbesondere hätte die Bundesanstalt für Fleischforschung in Kulmbach bereits im März vor nitrofenbelastetem Putenfleisch warnen können. Der Entwurf des Verbraucherinformationsgesetzes sieht Behörden-Warnungen an die Adresse der Verbraucher bereits bei einem Anfangsverdacht auf Gesundheitsrisiken von Lebensmitteln vor. Timm: "Die Öffentlichkeit wird morgen mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, wer im Bundesrat Verbraucherschutzinteressen und wer nur Industrieinteressen verfolgt. Die Blockierer des Verbraucherinformationsgesetzes sind in Zukunft für Lebensmittelskandale wie der um den pestizidbelasteten Weizen mit verantwortlich. Das werden wir den Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden Monaten auch mit einer Kampagne gegen die industrielle Landwirtschaft deutlich machen. Nitrofen ist eine Altlast aus der Zeit vor der Agrarwende. Im Bundesrat wird morgen auch darüber entschieden, wie es mit ihr vorangeht." Scheinheilig seien laut BUND auch die verbalen Attacken von Bauernverbands-Funktionären gegen Agrarministerin Künast und den Öko-Landbau. Wer die BSE-Gefahr bis Ende letzten Jahres wider besseren Wissens hartnäckig ignoriert habe und den Einsatz giftiger Chemikalien in der Landwirtschaft bis heute verteidige, habe das Recht verwirkt, sich als Bewahrer von Verbraucherschutzinteressen aufzuspielen, sagte Timm. Zum ökologischen Landbau gebe es gerade wegen des aktuellen Futtermittelskandals keine Alternative. Die Politik von Agrarministerin Künast sollte daher konsequent fortgesetzt werden. Bei hundertprozentiger Ökolandwirtschaft würde es keinerlei Pestizide in Futtermitteln geben. Gesunde und soweit wie möglich unbelastete Nahrungsmittel seien nur mit einer Forcierung der Agrarwende und einer umwelt- und artgerechten Tierhaltung möglich. Der BUND ruft die Verbraucher und Verbraucherinnen dazu auf, noch mehr Biolebensmittel zu kaufen als bisher. Durch die kriminelle Energie Einzelner sollten sich die Konsumenten nicht vom richtigen Weg abbringen lassen. Ökoanbauverbände und Agrarministerium müssten jetzt im eigenen Interesse für eine umfassende Aufklärung des Vorfalls und die Beseitigung offensichtlicher Schwachstellen im Kontrollsystem sorgen. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressestelle, Tel. 030-27586-425/ -489, Fax: -449; Mobil: 0171-8311051, E-Mail: presse@bund.net; Presse-Archiv unter www.bund.net?archiv. Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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