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BUND fordert Kanzler Schröder zur Fortsetzung der Agrarwende auf / Bundesweite Aktionstour gegen Massentierhaltung gestartet

Berlin (ots) - Mit dem Schröder-Zitat "...weg von den Agrarfabriken" und dem Kanzler-Wahl-Slogan "Versprochen - gehalten?" auf Plakaten demonstrieren heute morgen Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) vor dem Kanzleramt in Berlin. Sie starten damit eine bundesweite Kampagne, die in rund 20 Städten für die Fortführung der Agrarwende werben soll. Unterstützt von Berliner Spitzenköchen fordern sie den Ausbau von artgerechter Tierhaltung und Ökolandbau. BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm: "Der Schutz der Tiere steht in Kürze auch im Grundgesetz. Die deutsche Landwirtschaft aber setzt trotz proklamierter Agrarwende weiter auf die tierquälerische Massentierhaltung. Das belegt eine aktuelle Untersuchung, die wir heute dem Bundeskanzleramt übergeben. Vor allem in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Sachsen liegen die zahlenmäßig größten Planungen für Massentierhaltungsanlagen vor. Herr Schröder muss sich die Frage gefallen lassen: Agrarwende versprochen und - gehalten? Die Bundesregierung hat hier erste Schritte eingeleitet, weitere müssen jetzt folgen." Der BUND fordert eine schnellere Ausweitung des Ökolandbaus und ein Ende der industriellen Tierhaltung. Statt in wenigen zentralisierten Tierproduktionsfabriken liege die Zukunft der Landwirtschaft in vielen kleineren Bauernhöfen, die nach ökologischen Grundsätzen arbeiteten. Timm: "Die Risiken und Nebenwirkungen des Ausbaus der Massentierhaltung in Deutschland sind bekannt. Die Tiere werden auf engstem Raum unter unwürdigen Bedingungen gehalten und mit Antibiotikazusätzen gefüttert. Die Gülle belastet das Grundwasser, Seen kippen um, giftige Emissionen schädigen Mensch und Umwelt. Für all diese Probleme gibt es umweltfreundliche Lösungen, die außerdem Arbeitsplätze schaffen." Der BUND fordert, nicht bei ersten Schritten wie dem Verbot der Käfighaltung für Legehennen stehen zu bleiben. Neue Regeln für die Tierhaltung seien dringend auch für Schweine und Geflügel notwendig. Bei den Genehmigungs- und Subventionsanträgen für Stallbauten müsse die artgerechte Tierhaltung stärker als bisher berücksichtigt werden. Die Privilegierung von Großstallbauten in den Außenbereichen der Kommunen müssen beendet werden. Der BUND hat in acht Bundesländern recherchiert, dass sich die von Agrarbetrieben derzeit gestellten Anträge für Tierplätze bei Masthähnchen zu 99 Prozent und bei Enten zu 80 Prozent auf Anlagen mit mehr als 30000 Tiere beziehen, bei Legehennen zu 92 Prozent und bei Puten zu 61 Prozent auf Anlagen über 15000 Tiere, bei Schweinen zu 57 Prozent auf Großstallungen ab 750 Tiere aufwärts. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: BUND-Pressestelle Rüdiger Rosenthal Tel. 030-27586-425 / -489 Fax: -449, mobil: 0171-8311051 E-Mail: presse@bund.net Archiv unter www.bund.net/archiv Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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