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Klimaschutz vorantreiben, Vorreiterrolle ausbauen. BUND begrüßt Verabschiedung des Kyoto-Protokolls

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Bundesrat. Deutschland sende so ein wichtiges Signal an Staaten wie Kanada und Australien, die einen großen Anteil am Ausstoß von Klimagasen haben, sich aber immer noch sträuben, das Protokoll zu ratifizieren. Damit das Abkommen wie geplant im August auf dem Weltumweltgipfel von Johannesburg in Kraft treten kann, müsse sich die Bundesregierung weiter auf internationaler Ebene für eine rasche Ratifizierung einsetzen. Darüber hinaus müsse sie die Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz ausbauen, indem sie sich zu einer langfristigen Reduktion von Klimagas-Emissionen verpflichte. Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorsitzende: "Die Verabschiedung des Kyoto-Protokolls ist ein großer Schritt auf dem Weg nach Johannesburg - aber nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einem effektiven Klimaschutz. Das Protokoll verlangt, dass die globalen Klimagas-Emissionen in den kommenden Jahren nicht weiter wachsen. Was wir jetzt brauchen sind ehrgeizige Reduktionsziele für die nächsten zwanzig Jahre. Helmut Kohl hat 1992 mit seinem Versprechen in Rio, die deutschen CO2-Emissionen bis 2005 um 25 Prozent zu reduzieren, der internationalen Klimaschutzpolitik die Richtung gegeben. Gerhard Schröder sollte diese Tradition fortsetzen. In Johannesburg muss er verbindlich zusagen, dass Deutschland seine CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent reduzieren wird." Die Vorbereitungen für den diesjährigen Weltumweltgipfel stecken nach Ansicht des BUND zur Zeit in einer Krise. Vor allem die USA, zusammen mit Kanada, Australien und den OPEC-Staaten, lehnten verbindliche Abkommen zum Erhalt der natürlichen Ressourcen entschieden ab. Deutschland müsse mit seinen EU-Partnern energischer gegen diese Blockadehaltung vorgehen. Bei den Klimaverhandlungen habe dies im Jahr 2001 auch zum Erfolg geführt. Vier Monate vor Johannesburg solle die Bundesrepublik jetzt deutlichere Zeichen setzen. Zahrnt: "Es ist höchste Zeit, dass Bundeskanzler Schröder seine Teilnahme am Weltgipfel zusagt und signalisiert, dass Deutschland sich vehement für ein Gelingen der Verhandlungen einsetzen wird." ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: BUND-Referent für Internationales, Daniel Mittler, Mobil: 0173-9234747 oder BUND-Pressestelle, Philipp Prein, Tel. 030-27586-464, Fax: -449, Mobil: 0151-11656734, E-Mail: presse@bund.net; Presse-Archiv unter www.bund.net?archiv. Der BUND ist die deutsche Sektion von Friends of the Earth International: www.foei.org. Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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