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BUND demonstriert bei Agrarministerkonferenz in Göhren-Lebbin für Glyphosat-Verbot

BUND-Aktivisten demonstrieren in Göhren-Lebbin bei Agrarministerkonferenz gegen Glyphosat Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7666 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/BUND/Jörg Faris"

Schwerin/Göhren-Lebbin (ots) - Aktivisten des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben heute in Göhren-Lebbin anlässlich der Länderagrarministerkonferenz mit einem Großtransparent, auf dem "Gemeinsam gegen Glyphosat" stand, gegen die EU-weite und für 15 Jahre geplante Wiederzulassung des Pflanzengiftes demonstriert.

"Die Agrarminister der Länder haben eine Vorlage auf dem Tisch, die in Sachen Glyphosat das Richtige fordert. Fragen zu den Risiken und Nebenwirkungen dieses Pestizids müssen wissenschaftlich abgeklärt sein, sonst darf es keine Zulassung geben. Bayern will das nun verwässern und fordert nur noch eine bessere Öffentlichkeitsarbeit zu Fragen aus Politik und Medien zum Krebsrisiko von Glyphosat. Ein Einlullen der Bevölkerung beim Thema Glyphosat werden wir nicht akzeptieren. Nach wie vor ist völlig ungeklärt, woher die hohe Belastung der deutschen und der europäischen Bevölkerung mit Glyphosat kommt", sagte die BUND-Expertin Heike Moldenhauer.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO habe Glyphosat als wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft. Neben den krebserzeugenden Risiken könne Glyphosat auch in den Hormonhaushalt des Menschen eingreifen. Derartige Substanzen seien nach EU-Recht nicht genehmigungsfähig.

"Wir fordern ein schnell wirkendes und verbindliches Ausstiegsprogramm und lehnen die geplante Wiederzulassung von Glyphosat für die nächsten 15 Jahre strikt ab. Auch die gestrige Entschließung des EU-Parlaments, Glyphosat nur für die nächsten sieben Jahre und mit Auflagen zuzulassen, reicht bei weitem nicht aus", sagte die BUND-Expertin Moldenhauer.

Da Glyphosat als Totalherbizid alle Pflanzen abtöte, gehöre es zu den Hauptverursachern des Artenrückgangs in Flora und Fauna. Allein mit Maßnahmen zum Schutz der Artenvielfalt, auf die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks vor einer Glyphosat-Wiederzulassung bestehe, seien die Risiken für Mensch und Umwelt jedoch nicht zu beseitigen.

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