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Ideenstau bei Bodewig - Investitionspläne nicht zukunftsfähig

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) wendet sich gegen die heute von Bundesverkehrsminister Bodewig
vorgestellten Pläne, die Autobahnen in Deutschland massiv auszubauen.
Damit würde nur die unselige Praxis fortgesetzt, dem Verkehrswachstum
mit immer mehr Straßen begegnen zu wollen. Dr. Gerhard Timm,
BUND-Bundesgeschäftsführer: "Kurz vor der Bundestagswahl bricht im
Verkehrsministerium offenbar wieder die alte Spatenstichmentalität
aus. Wenn die Regierung die Verkehrsprobleme aber tatsächlich lösen
will, muss sie Mobilität zukunftsfähig und umweltfreundlich
gestalten."
    
    Der BUND fordert vom Bundesverkehrsminister, die knappen
Steuermittel konsequent in innovative Verkehrssysteme zu investieren,
anstatt sie in alter Manier nach dem Gießkannenprinzip auszuschütten.
So müssten zum Beispiel die Bahn modernisiert, Radwege ausgebaut und
das CarSharing attraktiver gemacht werden. Auch für den Erhalt der
bestehenden Verkehrswege sei mehr Geld nötig als bisher. Angesichts
der Engpässe in diesen Bereichen dürfe sich die Regierung aufwändige
Straßenbauprogramme auf gar keinen Fall leisten.
    
    Timm: "Jeder Euro, der in überflüssige Prestigeprojekte und
exzessiven Straßenneubau gesteckt wird, fehlt bei der Bahn und bei
Straßenreparaturen. Mittlerweile ist fast ein Viertel des deutschen
Autobahnnetzes nur noch eingeschränkt nutzbar. Die Schäden an
Straßen, Schienen und Wasserwegen nehmen rapide zu und die Kosten zu
ihrer Behebung steigen von Jahr zu Jahr. Mit einem umfangreichen
Sanierungsprogramm würde Minister Bodewig auch eher Arbeitsplätze
schaffen als mit Neubauprogrammen."
    
    
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