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BUND: Bundeswirtschaftsminister ignoriert Chancen für Klimaschutz und blockiert nachhaltige Energiepolitik

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) hat den heute veröffentlichten Energiebericht von
Bundeswirtschaftsminister Werner Müller scharf kritisiert. Er
argumentiere auf dem Niveau von vorgestern, erteile der Atomenergie
klimapolitische Absolution, vernachlässige die vielfältigen
Energiesparmöglichkeiten und ignoriere die Chancen des Umbaus im
Energiesektor.
    
    Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Klimaschutz gefährdet
nicht die Wirtschaft. Im Gegenteil: Klima- und Umweltschutz sichern
die Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft! Schon warnen
Klimaforscher und Versicherungsunternehmen vor unbezahlbaren
Umweltschäden durch den Klimawandel - und zeitgleich liefert der
Bundeswirtschaftsminister den Klimaeinheizern Argumente gegen neue
Maßnahmen zur Minderung der Klimagase. Wir fordern die
Bundesregierung auf, einen nationalen Aktionsplan zur Halbierung der
Treibhausgase aufzustellen. Nur dann kann Deutschland seine
Vorreiterrolle beim Klimaschutz verteidigen."
    
    Der Energiebericht des Bundeswirtschaftsministers ignoriere für
den BUND die vielfältigen Chancen eines Umbaus im Energiesektor.
Weder seien die Möglichkeiten des Energiesparens ausreichend
berücksichtigt, noch die Ausbaupotentiale für erneuerbare Energien
und von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen (KWK). Auch blockiere die
Atomenergienutzung eher die ökologische Modernisierung der
Energieversorgung als dass sie dem Klima nütze. Nach Ansicht des BUND
habe sich Wirtschaftsminister Müller mit diesem Bericht vom
Klimaschutz verabschiedet und seine Demission als Wirtschafts- und
Energieminister eingereicht.
    
    Timm: "Jetzt muss der von Bundeskanzler Schröder berufene
Nachhaltigkeitsrat zeigen, ob er politischen Einfluss im Sinne der
Umwelt hat. Die Empfehlungen des Rates sind klar: Drastische
Reduzierung der klimaschädlichen Treibhausgase, Energiesparmaßnahmen
im Altbaubereich, Herunterfahren des subventionierten
Steinkohlebergbaus. Wirtschaftsminister Müller muss diese
Empfehlungen jetzt endlich zu seinen Hausaufgaben machen. Ansonsten
sollte erneut überlegt werden, die Zuständigkeit für die
Energiepolitik beim Umweltminister anzusiedeln."
    
    
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