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BUND an SPD-Parteitag: Nein zur Grünen Gentechnik!

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) fordert die Delegierten des SPD-Parteitags in Nürnberg auf,
den vom Parteivorstand geplanten Vorstoß für die Freisetzung von
genmanipulierten Pflanzen auf deutschen Äckern zu stoppen. In einem
Antrag des Parteivorstandes vom 9. Juli 2001 heißt es, "dass die
Bundesregierung in Abstimmung mit der Wirtschaft ein sorgfältig
ausgearbeitetes Forschungs- und Begleitprogramm zum großflächigen
Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen" auf den Weg bringen
solle. Nach Ansicht des BUND würde mit diesem Vorhaben das Ende der
Gentechnikfreiheit in der deutschen Landwirtschaft besiegelt.
    
    Dr. Angelika Zahrnt, Bundesvorsitzende des BUND: "Erst propagiert
die SPD eine Wende in der Agrarpolitik und nun will sie massenhaft
gentechnisch veränderte Pflanzen auf die Äcker bringen. Das passt
nicht zusammen. Der vorliegende Antrag missachtet das eindeutige
Votum der Verbraucherinnen und Verbraucher, die keine genmanipulierte
Nahrung essen wollen. Die Delegiertenversammlung des BUND hat deshalb
am Wochenende eine entsprechende Resolution verabschiedet: Wir
fordern ein entschiedenes Nein der SPD-Vertreter zu dieser Politik,
die die Vermarktungsinteressen der Gentech-Industrie über die
Erfordernisse des vorsorgenden Verbraucherschutzes stellt."
    
    Die begonnene Agrarwende schließt nach Ansicht des BUND den
Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft aus. Die
Gentechnikfreiheit der konventionellen Landwirtschaft und des
Ökolandbaus sei nur zu garantieren, wenn gentechnisch veränderte
Pflanzen erst gar nicht angebaut würden. Seit dem Frühjahr 2000 seien
immer wieder Verunreinigungen von konventionell hergestelltem Saatgut
mit gentechnisch veränderten Sorten aufgedeckt worden. Auch könne die
unkontrollierte Ausbreitung von Pollen genmanipulierter Pflanzen auf
den Feldern nicht verhindert werden.
    
    Zahrnt: "Es darf nicht zu Lasten von Natur und Konsumenten gehen,
wenn Saatguthersteller unternehmerische Fehlentscheidungen treffen
und mit gentechnisch veränderten Pflanzen ein Angebot schaffen, für
das es keine Nachfrage gibt. Das Ziel einer neuen Agrarpolitik muss
dagegen sein, langfristig gesunde Lebensmittel herzustellen und
vorsorgenden Verbraucherschutz zu gewährleisten. Genmanipulierte
Tiere und Pflanzen machen dieses Ziel zunichte."
    
      
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