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Renate Künast im BUND-Magazin zur Agrar-Wende: "Ich habe ein Mehrjahresprogramm im Kopf"

    Berlin (ots) - In der heute erscheinenden Ausgabe des
BUND-Magazins - der Mitgliederzeitschrift des Bund für Umwelt und
Naturschutz Deutschland - zieht Agrarministerin Künast eine positive
Zwischenbilanz ihrer Politik. Seit dem Beginn der BSE-Krise in
Deutschland seien wichtige Weichenstellungen für eine verbrauchernahe
und ökologische Landwirtschaft erfolgt. Nicht nur sei Rindfleisch
"heute sicherer als es je war", die Lebensmittelsicherheit wieder
hergestellt und durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen "das Nötige
getan", es werde diese Politik auch systematisch und stetig
weiterentwickelt. "Ich liefere ehrgeizige Vorgaben, um mich selbst
unter Druck zu setzen und anderen zu zeigen, dass ich ein ernsthaftes
Interesse verfolge", sagte Renate Künast im Interview mit dem
BUND-Magazin.
    
    Von der Umweltbewegung fordert die Ministerin "diese ungeheure
Chance zu sehen". Die Tür für mehr Natur- und Tierschutz stehe weit
offen. Als Beispiel führt sie die neue Legehennenverordnung an, deren
Umsetzung vor einem Jahr noch unter der Rubrik "Träumereien"
abgehandelt worden wäre. Weitere Verbesserungen in der Geflügelzucht
und bei der Schweinehaltung seien geplant. Neben dem bereits
eingeführten Bio-Siegel für Lebensmittel solle auch in der Fischzucht
ein Ökosiegel kommen. Gleichzeitig liefen Gespräche über das geplante
konventionelle Gütesiegel. Weiterhin hoffe sie, im kommenden
Frühsommer das Bundesamt für Verbraucherschutz installiert zu haben.
    
    Nach Ansicht des BUND muss ein Jahr nach dem ersten Auftreten von
BSE in Deutschland die Agrarwende weiter intensiviert werden. Vor
allem die Pläne mehrerer Bundesländer zum Bau neuer Anlagen zur
Massentierhaltung würden den Künast-Zielen zuwiderlaufen. Hier sei
eine restriktivere Zulassungspolitik gefordert.
    
    Zudem stießen Veränderungen der festgefahrenen Strukturen im
Agrarsektor auch auf EU-Ebene noch immer auf enorme Widerstände. Hier
habe Renate Künast noch wenig erreichen können. Der BUND fordert
deshalb ein unbefristetes Verbot von Tiermehl und Milchaustauschern,
eine maximale Tierbesatzdichte von zwei Großvieheinheiten pro Hektar,
ein Totalverbot von Antibiotika und die Bindung aller Direktzahlungen
an Umweltauflagen.
    
    
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