BUND

"SPD-Ministerpräsidenten machen Agrarwende platt"
BUND startet Aktionswoche gegen Tierschutz-Blockierer

Berlin/Schwerin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startet heute in der Mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin eine Aktionswoche gegen SPD-Ministerpräsidenten, die die geplante Legehennenverordnung von Verbraucherschutzministerin Künast blockieren wollen. Unter dem Motto "SPD-Ministerpräsidenten machen Agrarwende platt" demonstrieren Aktivistinnen und Aktivisten des BUND mit Flugblättern und Transparenten in den nächsten Tagen vor Landesparlamenten und Staatskanzleien in Schwerin, Magdeburg, Potsdam und vor der SPD-Parteizentrale in Berlin. Der BUND fordert die Landeschefs der SPD auf, dem Verbot von Legebatterien ab 2007 am 19. Oktober im Bundesrat zuzustimmen und damit einen wichtigen Schritt hin zu weniger Tierquälerei und gesunderen Lebensmitteln zu ermöglichen. Dr. Gerhard Timm, Bundesgeschäftsführer des BUND: "Gabriel, Ringstorff, Höppner und Stolpe haben angekündigt, die neue Regelung zum Schutz der Legehennen im Bundesrat scheitern zu lassen. Es ist ein Skandal, dass SPD-Ministerpräsidenten die von Kanzler Schröder geforderte Agrarwende derart ausbremsen wollen. Statt das Leiden der über 40 Millionen Legehennen, die dicht gedrängt in engen Käfigen dahin vegetieren, bald zu beenden, halten sie lieber den Hühnerbaronen die Stange und nehmen dafür Tierquälerei und gesundheitliche Gefahren für Verbraucher weiterhin in Kauf." Der BUND sieht in dem Verbot der Hühnerhaltung in Legebatterien einen wichtigen Prüfstein für die angekündigte Agrarwende. Derzeit werden in Deutschland noch rund 90 Prozent der 42 Millionen Legehennen in Käfigen und Legebatterien gehalten. Selbstverstümmelungen der Tiere, Kannibalismus und Krankheiten sind die Folge. Große Mengen von Kot, Krankheitskeimen und Abgasen belasten die Umwelt. Der Einsatz von Antibiotika und anderen Medikamenten gefährdet die menschliche Gesundheit. Timm: "Durch das Bundesverfassungsgerichtsurteil vom 6. Juli 1999 steht fest, dass die qualvolle Käfighaltung nicht mehr zulässig ist und schnellstens beendet werden muss. Dennoch planen und genehmigen mehrere Bundesländer immer noch neue Agrarfabriken zur Massenproduktion von Hühnern und Puten. So werden Strukturen der industriellen Landwirtschaft weiter zementiert und die notwendige Agrarwende hintertrieben. In Schweden und der Schweiz sind dagegen Legebatterien bereits verboten und Eier aus artgerechter Haltung haben einen Marktanteil von 70 Prozent. An diesen Maßstäben müssen sich auch deutsche Landespolitiker messen lassen." ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: BUND-Pressestelle Rüdiger Rosenthal: Tel. 030-27586-425/-464/-489, Fax: -449, mobil: 0171-8311051; eMail: presse@bund.net; Der BUND im Internet: www.bund.net; Presse-Archiv unter www.bund.net/archiv Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: