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BUND fordert: Atomgesetznovelle stoppen!

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) hat die Fraktionen des Deutschen Bundestages aufgefordert, die
Beratungen zur Atomgesetznovelle zu stoppen. Angesichts der
veränderten Bedrohungslage durch mögliche Terrorangriffe müsse der
Gesetzgeber den Warnungen der Reaktorsicherheitskommission folgen und
das sofortige Abschalten der deutschen Atomkraftwerke durchsetzen.
Nachdem selbst Bundesumweltminister Jürgen Trittin die neue Gefahr
durch Anschläge eingeräumt habe, sei ein Atomgesetz, das den
Weiterbetrieb dieser Anlagen noch mindestens 20 Jahre erlaube,
inakzeptabel.
    
    Renate Backhaus, atompolitische Sprecherin des
BUND-Bundesvorstands: "Das zur Beratung anstehende Atomgesetz basiert
auf dem sicherheitspolitischen Stand von gestern. Angesichts bislang
unterschätzter Bedrohungen durch Anschläge auf Atomanlagen darf der
deutsche Bundestag nicht zur Tagesordnung übergehen und ein Gesetz
verabschieden, dass die Risiken von Terroranschlägen ignoriert und
weitere Laufzeiten von zwanzig Jahren für Atomkraftwerke zulässt.
Regierung und Parlament brauchen eine Neubewertung des
Gefährungspotentials durch Atomanlagen und müssen schnell
entsprechende politische Entscheidungen fällen."
    
    Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist nach Ansicht des BUND
innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums möglich. Energieeinsparung,
Alternativenergien und konventionelle Ersatzkapazitäten könnten den
Anteil des Atomstroms bei der Energieversorgung ersetzen.
    
    
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