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BUND verlangt von Bundesregierung konsequenten Klimaschutz

    Berlin (ots) -
    
    Wirtschaftsminister Müller untergräbt Anstrengungen zur
Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch Kürzungen bei erneuerbaren
Energien
    
    Berlin, 27.7.01: Zum Abschluss der Klimakonferenz in Bonn hat der
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Kurs der
Bundesregierung in der nationalen Energiepolitik kritisiert. Nachdem
bereits durch die Vereinbarung zwischen Bundesregierung und Industrie
der Ausbau der Kraftwärmekopplung (KWK) gestoppt werde, habe die
Bundesregierung nun auch die Bedingungen für den Einsatz erneuerbarer
Energien erheblich verschlechtert. Der BUND fordert die Regierung
auf, den Ausbau der KWK nicht zu blockieren und die Kürzungen bei der
Förderung von Solar- und Biomasseanlagen sofort rückgängig zu machen.
Statt dessen müsse ein langfristiges Konzept zum Ausbau erneuerbarer
Energien vorgelegt werden.
    
    Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: "Die Bundesregierung
hat sich bei den Klimaverhandlungen in Bonn in dieser Woche für das
Kioto-Protokoll eingesetzt, um Fortschritte beim internationalen
Klimaschutz zu ermöglichen. Wenn Wirtschaftsminister Müller nun auf
der nationalen Ebene die Förderung für erneuerbare Energien
zusammenstreicht, passt das einfach nicht zusammen. So kann die
Bundesregierung weder die Einsparziele beim Kohlendioxid erreichen
noch ihre Glaubwürdigkeit in der Klimapolitik beweisen."
    
    Von den Kürzungen im Bereich erneuerbarer Energien seien vor allem
junge, innovative Betriebe betroffen, die sich auf Entwicklung und
Installation regenerativer Energietechnik spezialisiert haben. Für
Solarkollektoren gebe es nach den neuen Richtlinien beispielsweise
nur noch 170 statt bisher maximal 325 Mark Zuschuss pro Quadratmeter.
Insbesondere träfen die Kürzungen Anlagen, die mit Biogas oder Holz
Strom und Wärme produzieren. Das Ziel, den Anteil erneuerbarer
Energien in den nächsten zehn Jahren zu verdoppeln, wird nach Ansicht
des BUND durch diese Einschnitte in Frage gestellt.
    
    Zahrnt: "Die Bundesregierung darf sich jetzt nicht auf der
Hängematte des Kioto-Vertrages ausruhen. Sie muss statt dessen ihre
Rolle als Schrittmacher beim Klimaschutz ausbauen. Dazu gehören
Anreize zum Energieeinsparen ebenso wie ein langfristiges
Förderprogramm für Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien. Die
Reduktion der Treibhausgase um 40 Prozent bis zum Jahr 2020 muss das
Ziel sein, damit die Dynamik des Klimaschutzes national wie
international gestärkt wird."
    
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