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BUND fordert: Dosenpfand jetzt!

Berlin (ots) - Mit einer Wurf-Aktion "Dose zerstört Mehrweg" plädierte der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute vor dem Bundesrat in Berlin für die umgehende Einführung eines Dosenpfands zum 1. Januar 2002. Weitere Verzögerungen bei der Pfand-Pflicht und eine Aufgabe des Schutzes von Mehrwegsystemen, wie von Teilen der Industrie beabsichtigt, müsse der Bundesrat entschieden zurückweisen, forderte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Während der Protestaktion warfen als Stoiber, Clement, Koch und Beck verkleidete BUND-Aktivisten mit Dosen auf eine Mehrwegflaschen-Pyramide und brachten sie so zum Einsturz. Die Aktion solle die Wirkung der Blockade-Haltung dieser Ministerpräsidenten gegen ein Dosenpfand verdeutlichen, so Timm. Timm: "Jede weitere Verzögerung beim Dosenpfand wird zum Präzedenzfall für andere Industrien. Diese könnten dann spekulieren, dass im Fall der Fälle wirtschaftliche Interessen Vorrang vor umweltrechtlichen Vorgaben erhalten. Damit wäre die Umweltpolitik schwer beschädigt. Sollte der Bundesrat das Dosenpfand von Umweltminister Trittin tatsächlich ablehnen, muss automatisch die geltende Verpackungsverordnung in Kraft treten. Leider werden dann lediglich Einweg-Getränkeverpackungen für Bier, Mineralwasser und Wein einer Pfandpflicht unterliegen, nicht jedoch Colabüchsen und Ähnliches. Dafür tragen dann Stoiber, Clement, Koch und Beck die Verantwortung." Walter Jungbauer, Referent für Abfallvermeidung beim BUND: "Trotz des drohenden Pfandes war bislang kein Umdenken bei der Industrie festzustellen. Erst vor kurzem hat eine Studie der Fachhochschule Darmstadt ergeben, dass der Trend zu PET-Einwegflaschen seit 1999 stark zunimmt. Waren 1999 in Deutschland noch 3 400 Tonnen PET-Einwegmaterial angefallen, waren es ein Jahr später bereits 11 700 Tonnen. Ohne effektive Gegenmaßnahmen, wie sie das Pfand darstellt, wird dieser Einweg-Boom nochmals massiv ansteigen." Dass ein Pfand auf Dosen eine stabilisierende Wirkung für Mehrwegsysteme habe, belegt nach Ansicht des BUND auch die Tatsache, dass Einweg-Discounter wie Aldi, Plus und Lidl einstweilige Verfügungen gegen das Dosenpfand beantragt hätten. Diese großen Getränkehändler befürchteten bei Einführung des Dosenpfandes einen Rückgang beim Verkauf von Einweg-Getränken um rund 15 Prozent. "Deutlicher kann man die zu erwartende positive ökologische Wirkung des Pflichtpfandes eigentlich nicht mehr belegen", so Gerhard Timm vom BUND. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: BUND-Pressestelle Rüdiger Rosenthal: Tel. 030-27586-425 / -489 Fax: -449 mobil: 0171-8311051 eMail: presse@bund.net Der BUND im Internet: www.bund.net Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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