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BUND startet Kampagne "Besser iss Bio" für mehr Öko-Lebensmittel im Handel

Potsdam (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) startete heute unter Schirmherrschaft von Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck in der brandenburgischen Landeshauptstadt eine Kampagne für mehr Öko-Lebensmittel. In rund vierzig Städten bundesweit schickt der Umweltverband eine fünf Meter hohe Riesensau auf Tournee, die sich aus einem engen Käfig befreit. Dazu werden an Ständen regionale Bio-Produkte angeboten und Unterschriften für eine Ausweitung des Öko-Angebots in Ladenketten und Supermärkten gesammelt. Mit der Kampagne soll die artgerechte Tierhaltung und umweltfreundliche Landwirtschaft "von der Ladentheke her" gefördert werden, sagte BUND-Bundesgeschäftsführer Gerhard Timm. Da in deutschen Supermärkten nur sehr wenige Bio-Produkte im Angebot seien und die Vertreter großer Handelsketten die Schuld daran der mangelnden Nachfrage geben würden, wolle der BUND in den kommenden Monaten die Verbraucher zum Kauf von mehr Öko-Lebensmitteln anregen. Umfragen hätten gezeigt, dass die Supermarktkunden durchaus bereit seien, mehr Bio-Produkte zu kaufen, wenn sie denn breiter angeboten und besser beworben würden. Potsdams Oberbürgermeister Matthias Platzeck und Brandenburgs Agrar- und Umweltminister Wolfgang Birthler unterstützen die BUND-Kampagne. Brandenburg sei mit 6,7 % Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche einer der Vorreiter im ökologischen Landbau und werde auch weiterhin der umweltfreundlichen Ausrichtung der Landwirtschaft besonderes Augenmerk schenken. Mit 70 Prozent Ökoanbau ist das Biospärenreservat Spreewald deutschlandweit sogar an der Spitze. Seit 1928 wirtschaftet die Marienhöhe bei Bad Saarow im Landkreis Oder-Spree biologisch-dynamisch. Sie ist damit Deutschlands erster Demeterhof. In einer aktuellen Marktanalyse zum Bio-Angebot in deutschen Supermärkten hatte der BUND festgestellt, dass die großen Supermarktketten in der Regel weniger als drei Prozent ihres Jahresumsatzes mit Öko-Erzeugnissen erzielen. Bei vielen Nahrungsmitteln gebe es überhaupt keine Öko-Alternative. Die wenigen Bio-Waren seien zudem schwer zu erkennen, würden nicht flächendeckend angeboten und schlecht beworben. Gerhard Timm: "Wenn das Ziel der Bundesregierung, den Anteil des ökologischen Landbaus auf 20 Prozent zu steigern, erreicht werden soll, müssten die deutschen Supermärkte und Lebensmittelhandelsketten in zehn Jahren rund zehn Mal mehr Bioprodukte anbieten als heute. Dass dies geht, zeigt das Beispiel der hessischen Ladenkette tegut: Mit über 1000 verschiedenen Bio-Angeboten hat diese Kette im letzten Jahr 130 Millionen Mark umgesetzt. Das sind bereits sieben Prozent vom Gesamtumsatz und er soll weiter zunehmen. Die meisten großen Lebensmittelketten haben leider nur geringe Bio-Anteile. Das muss sich ändern, sonst läuft die Agrarwende gleichsam ins Leere. Mindestens eine deutlich beworbene Bio-Variante für Grundnahrungsmittel in den Supermärkten - das ist unsere Minimalforderung." ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Bei Rückfragen: BUND-Pressestelle, Rüdiger Rosenthal: Tel. 030-27586-425 / -489, Fax: -449, mobil: 0171-8311051; eMail: presse@bund.net; Der BUND im Internet: www.bund.net Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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