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Ein Rettungsboot für das Klima! BUND übergibt Katastrophen-Fotos an Umweltminister und ruft zum Bootsbau nach Bonn

    Bremen/Berlin (ots) - Mitglieder des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) übergaben heute am Rande der Umweltministerkonferenz Großfotos von gestrandeten Schiffen in einem ausgetrockneten See für den Bundesumweltminister und seine Länderkollegen. Die Bilder sollen vor kommenden Umweltkatastrophen warnen, wenn es bei der Weltklimakonferenz im Juli zu keiner Einigung über die Minderung der Treibhausgase kommt.

    Der BUND fordert von Bundesumweltminister Trittin, sich weiter intensiv für einen verbindlichen internationalen Vertrag zum Klimaschutz einzusetzen. Im Vorfeld des Weltklimagipfels will der Umweltverband zu Protestaktionen gegen die Blockierer eines wirksamen Klimavertrages mobilisieren. Höhepunkt dieser Kampagne wird der Bau eines großen "Rettungsbootes für das Weltklima" am 21. Juli 2001 am Tagungsort des Klimagipfels sein.

    Der BUND, sein internationales Netzwerk "Friends of the Earth" (Freunde der Erde) und die Jugendorganisation des BUND (BUNDjugend) rufen dazu auf, am Bau des vier Meter hohen, fünf Meter breiten und 30 Meter langen Rettungsbootes in Bonn teilzunehmen. Der Bootsrumpf soll aus Holzplanken gebaut werden, auf denen Menschen aus vielen Ländern der Welt ihre Forderungen zum Klimaschutz verkünden. "Rettet den Klimavertrag! Wir wollen aktiven Klimaschutz - jetzt!" - soll die Botschaft der Aktion an die Verhandlungsteilnehmer des Klimagipfels sein.

    BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm: "Das Kioto-Protokoll muss umgehend ratifiziert und schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Staatengemeinschaft darf sich durch die Gegnerschaft der USA nicht von diesem Weg abbringen lassen. Mit dem Bau des Rettungsbootes für den Klimavertrag wollen der BUND und Friends of the Earth die internationale Unterstützung für den globalen Klimaschutz nachdrücklich unter Beweis stellen."

    Zwei Monate vor dem Umweltgipfel in Bonn ist der BUND besorgt über den Stand der internationalen Klimapolitik. Während die USA den Klimavertrag ganz in Frage stellen, verlangen Länder wie Kanada, Japan, Australien und die Ölförderstaaten immer neue Schlupflöcher im Kioto-Protokoll.

    Timm: "Die EU hat sich beim letzten Weltklimagipfel in Den Haag zu Recht einem faulen Kompromiss verweigert. Sie muss auch in Bonn hart verhandeln und einen wirksamen Klimavertrag durchsetzen. Deutschland kann in den nächsten Wochen entscheidende Signale setzen und die EU-Staaten dazu bringen, das Kioto-Protokoll bis 2002 zu ratifizieren. Das Minderungsziel für Treibhausgase von acht Prozent bis 2012 ist in jedem Fall einzuhalten. Die Bundesregierung kann außerdem ihre internationale Vorreiterrolle ausbauen, indem sie sich zu einer 40-prozentigen Verringerung der deutschen Treibhausgasemissionen bis 2020 verpflichtet."


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