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BUND begrüßt Novelle der Verpackungsverordnung

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) begrüßt die heute im Kabinett verabschiedete Novelle zur
Verpackungsverordnung. Bundesumweltminister Trittin habe mit dem
vorgelegten Entwurf deutlich gemacht, dass der fortwährende Rückgang
des Anteils von Mehrwegverpackungen im Getränkebereich nicht länger
hingenommen werden kann. Ein Pfand auf alle ökologisch nachteiligen
Verpackungen sei ein geeigneter Versuch, die steigende Flut von
Einwegverpackungen zu reduzieren.
    
    Walter Jungbauer, Verpackungsexperte des BUND: "Die
Getränkehersteller hatten genug Zeit, selbst Maßnahmen gegen den
steigenden Anteil der Einwegverpackungen zu ergreifen und auf Mehrweg
zu setzen. Sie hätten so das Pflichtpfand vermeiden können. Das ist
leider nicht geschehen. Deshalb ist es jetzt an der Zeit, die
Konsequenzen zu ziehen und mit der neuen Verpackungsverordnung das
Pflichtpfand auf alle ökologisch nachteilige Getränkeverpackungen
einzuführen. Das dient der Schonung von Ressourcen."
    
    Nach Ansicht des BUND darf es keine Verzögerung bei der Umsetzung
der Verordnung geben. Das wäre ein falsches Signal an die
Einwegindustrie, die die Bundesregierung weiter hinhalten wolle.
Weder die Verbände der Getränkeindustrie noch die Bundesländer hätten
überzeugende Alternativen vorgelegt, wie der Mehrweganteil bei
Getränkeverpackungen erhöht werden könne. Deshalb dürften sie die
kommende Regelung jetzt nicht blockieren.
    
    Jungbauer: "Sicher ist das Pfand kein Allheilmittel für eine
ökologische Verpackungspolitik, aber es ist ein richtiger Ansatz, um
die Dosenflut einzudämmen. Spätestens nach zwei Jahren müssen die
Auswirkungen der neuen Verpackungsverordnung auf den Getränkesektor
überprüft werden. Wenn sich dann der erwünschte Effekt, den
Mehrweganteil zu stabilisieren, nicht eingestellt hat, muss man eine
zusätzliche Abgabe für die ökologisch schädlichsten Verpackungen -
Dosen und Einwegflaschen - diskutieren."
    
    
ots Originaltext: BUND
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