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Atomkonsens auf der Kippe - noch nie war der Ausstieg so nahe

    Berlin (ots) -
    
    Gemeinsame Pressemitteilung von BUND, Greenpeace, Robin Wood,
    X-tausendmal quer
    
    Gemeinsam rufen die Umweltverbände und Initiativen Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, Robin Wood und
X-tausendmal quer Bundeskanzler Gerhard Schröder auf, unverzüglich
ins Wendland zu kommen und mit ihnen über den Atomausstieg zu
verhandeln. Der gewaltfreie Widerstand zehntausender von Menschen und
die daraus resultierende Erschöpfung der Polizeikräfte zeigen
unmissverständlich, dass der sogenannte Konsens zwischen
Bundesregierung und Atomindustrie, auf dem die derzeit stattfindenden
Castor-Transporte fußen, kein Konsens mit der Bevölkerung ist. Daher
muss sichergestellt werden, dass die Wiederaufarbeitung sofort
gestoppt und kein weiterer Castor-Transport nach Gorleben rollen
wird. Renate Backhaus, atompolitische Sprecherin des
BUND-Bundesvorstandes: "Die im sogenannten Konsens festgelegte
durchschnittliche Laufzeit der deutschen Atomkraftwerke von über 30
Jahren beschert uns und den folgenden Generationen noch mal so viel
hochproblematischen Atommüll wie er jetzt schon existiert. Es ist
unverantwortlich, solch einen verhängnisvollen Weg in der
Energiewirtschaft weiterzugehen. Wir müssen sofort aus dieser
Wahnsinnstechnologie aussteigen."
    
    Veit Bürger, Atomexperte von Greenpeace: "Bundeskanzler Gerhard
Schröder und die gesamte Bundesregierung sollten sich bewusst darüber
sein, dass unser gewaltfreier Widerstand gegen diese verfehlte
Energiepolitik und die damit zusammenhängenden Atommülltransporte
andauern wird. Jede Bundesregierung muss sich klar sein, dass sie in
einen Dauerkonflikt mit der Bevölkerung tritt, wenn sie nicht
unverzüglich den Ausstieg realisiert."
    
    Jürgen Sattari, Vorstandssprecher von Robin Wood: "Robin Wood hat
gestern eindrucksvoll bewiesen, dass ein Umweltschutzverband mit
einfachsten Mitteln und geringem Aufwand in der Lage ist, einen
Atommülltransport über Stunden aufzuhalten. Wir werden jeden weiteren
Transport ähnlich effektiv zu verhindern wissen."
    
    Wiebke Herding, Pressesprecherin von X-tausendmal quer: "Noch
einmal darf ein solcher Transport nicht durchgeführt werden. Über 200
Millionen Mark für einen Atomtransport sind zu viel. 15 000
Polizistinnen und Polizisten sind bis an die Grenzen der Erschöpfung
ausgenutzt. Und immer wieder wird sich X-tausendmal quer dem Castor
entschlossen in den Weg stellen."
    
ots Originaltext: BUND
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Vor Ort im Wendland: Renate Backhaus, atompolitische Sprecherin des
BUND-Bundesvorstandes, Fon: 0172 - 32 606 91 -
Veit Bürger, Atomexperte von Greenpeace, Fon: 0171 - 87 80 820 -
Jürgen Sattari, Vorstandssprecher von Robin Wood,
Fon: 0171 - 285 96 22 -
Wiebke Herding, Pressesprecherin von X-tausendmal quer,
Fon: 0177 - 24 090 42

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