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BUND begrüßt Einführung des Pflichtpfands - Überprüfung der Wirksamkeit erforderlich

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt die heutige Entscheidung von Bundesumweltminister Trittin und Wirtschaftsminister Müller zur Einführung eines Pflichtpfandes für Einwegverpackungen. Besonders erfreulich sei die geplante Ausweitung der Umwelt-Abgabe auf alle ökologisch bedenklichen Verpackungen und nicht wie bisher vorgesehen nur auf Bier- und Mineralwasserabfüllungen. Dr. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Trittin und Müller haben den Bremsern aus den Industrieverbänden eine klare Absage erteilt. Beide haben begriffen, dass ökologisch nachteilige Verpackungen zurückgedrängt werden müssen. Ob das mit dem neuen Instrument des Pflichtpfandes erreicht wird, muss allerdings erst der Praxistest erweisen." Der BUND fordert ein genaues Monitoring der Wirksamkeit der neuen Öko-Abgabe. Sollte sich herausstellen, dass der Mehrweganteil bei Getränkeverpackungen trotz der Einführung eines Pflichtpfands weiter sinkt, müssten neue Instrumente zur Akzeptanzsteigerung von Mehrweg überlegt werden. Sollte das neue Pflichtpfand keine Stabilisierung des Mehrweganteils bewirken, verlangt der BUND die Einführung einer Verpackungsabgabe, um regionale Mehrwegsysteme zu schützen und zu fördern. Dies sollte bereits bereits in der Neufassung der Verpackungsverordnung geregelt werden. Der BUND befürchtet vor allem, dass regionale und daher ökologisch unschlagbare Mehrwegsysteme von Einwegverpackungen verdrängt werden könnten, wenn große Handelsketten nach der Einführung des Pflichtpfandes in neue Rücknahmesysteme investierten. Die Konsequenz dieser Entwicklung wäre immer mehr Einwegmüll und LKW-Verkehr. Der BUND fordert die Bundesregierung auf, verlässliche Grundlagen für die ökologische Beurteilung von Getränkeverpackungen unter Berücksichtigung aller nachteiligen Umweltauswirkungen zu schaffen. Den Verbrauchern rät der BUND, Einwegverpackungen aus Alu, Kunststoff oder Karton im Regal zu lassen und statt dessen Mehrwegflaschen der Bier-, Saft- und Mineralwasserhersteller aus der Region zu kaufen. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: BUND-Pressestelle: Rüdiger Rosenthal / Tel. 030-27586-425 Fax: -449; e-Mail: presse@bund.net; Presse-Archiv: www.bund.net Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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