BUND

BUND: Nachhaltigkeitsrat jetzt einsetzen
BSE-Skandal und gescheiterter Klimagipfel sind Belege für Dringlichkeit

Berlin (ots) - Anlässlich der heutigen Bundestagsdebatten zu BSE, zum Klimaschutz und zur nationalen Nachhaltigkeitsstrategie fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), ökologischen Aspekten in den verschiedenen Politikressorts einen höheren Stellenwert einzuräumen. Der gescheiterte Weltklimagipfel, der BSE-Skandal und die Verkehrsprobleme in Deutschland und in der EU sind für den Umweltverband deutliche Belege für die Dringlichkeit nachhaltigen Wirtschaftens. Die für Deutschland geplante Nachhaltigkeitsstrategie müsse konkrete Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltqualität für die wichtigsten Wirtschafts- und Verbraucherbereiche enthalten. Kern ökologischer und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit ist nach Auffassung des BUND-Bundesgeschäftsführers Gerhard Timm die Berücksichtigung der Folgen wirtschaftlichen Handelns. Angesichts der näherrückenden Rio-plus-zehn-Weltumweltkonferenz fordert der BUND, die Einsetzung des Nachhaltigkeitsrates nicht weiter zu verzögern. Timm: "Ein solcher Rat darf nicht lediglich ein Gremium zum Abnicken dessen sein, was die Bundesregierung als Nachhaltigkeit definiert. Die Arbeit des Rates darf auch nicht auf wenige Themen beschränkt werden. Die ersten Schwerpunkte Energiepolitik und Mobilität sind zwar wichtig, mittelfristig aber muss ein breiteres Themenspektrum abgedeckt werden. Ökologische Leitplanken müssen den wirtschaftlichen Rahmen setzen. Ganz oben auf die Prioritätenliste gehören der Klima- und der Artenschutz, die Reduzierung der Rohstoffverschwendung und des Flächenverbrauchs sowie die negativen Folgen der Gentechnik." Nach Ansicht des BUND muss Bundeskanzler Schröder dem Thema Zukunftsfähigkeit in allen Politikfeldern einen höheren Stellenwert einräumen. Timm: "Nicht nur das Bündnis für Arbeit ist Chefsache, sondern auch das Nachhaltigkeitsbündnis. Nachhaltiges Handeln bedeutet auch, dass Entscheidungen weniger ad hoc getroffen und stattdesssen gründlich vorbereitet werden." Für den BUND habe das Beispiel Entfernungspauschale erneut gezeigt, dass Umweltpolitik nicht mit populistischen Versprechungen zu machen sei. In schwierigen ökologischen Fragen müsse der Bevölkerung die ganze Wahrheit gesagt werden. Ökologisch kontraproduktive Subventionen müssten generell abgebaut werden. ots Originaltext: BUND-Pressestelle Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: BUND-Pressestelle, Rüdiger Rosenthal: Tel: 030-27586-425/-489, Fax: -449; eMail: presse@bund.net; Pressearchiv im Internet: www.bund.net/aktuell Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: BUND

Das könnte Sie auch interessieren: