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BUND: Entfernungspauschale muss befristet werden - Obergrenze muss für alle Pendler gelten

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) begrüßt, dass bei der Entfernungspauschale alle
Verkehrsteilnehmer gleich behandelt werden sollen, egal welches
Verkehrsmittel sie nutzen. Es sei aber umweltpolitisch
kontraproduktiv, wenn Fernpendler pro Kilometer einen höheren
Pauschalsatz als Nahpendler erhalten.
    
    Da die Entfernungspauschale zur zunehmenden Zersiedelung, zum
Flächenverbrauch und zum Verkehrswachstum beiträgt, fordert der BUND
eine Befristung der Pauschale auf zwei Jahre. Im Rahmen einer
ökologischen Finanzreform sollte sie jedoch - wie andere
umweltfeindliche Subventionen auch - mittelfristig ganz abgebaut
werden.
    
    BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm: "Mit der
Entfernungspauschale wird belohnt, wer von der Stadt aufs Land zieht,
um dort von niedrigen Mieten oder Grundstückspreisen zu profitieren.
Stadtbewohner mit kurzen Wegen zur Arbeitsstelle, die hohen Mieten
und dem Autolärm der Pendler unterliegen, bezahlen auf der anderen
Seite die Subventionierung des Verkehrswachstums über ihre Steuern
mit."
    
    Ein Abbau der Pendlersubventionierung würde nach Ansicht des BUND
die Einführung spritsparender Fahrzeuge fördern sowie die Stadtflucht
und die damit verbundene Zunahme des Verkehrs reduzieren. Eine
Obergrenze für die aufsummierte Pauschale muss nach Ansicht des BUND
für alle Pendler gelten. Tilmann Heuser, BUND-Verkehrsexperte:
"Bereits heute können Langstreckenpendler der höheren Steuerklassen
mittels der Entfernungspauschale ihr Auto auf Kosten der
Allgemeinheit finanzieren. Andererseits wäre eine einseitige
Obergrenze für Nutzer der Bahn indirekt eine Aufforderung zum
Steuerbetrug: Sie könnten die Bahn oder Fahrgemeinschaften nutzen,
aber Fahrten mit dem eigenen Auto abrechnen."
    
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