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BUND verlangt Absage des Castor-Transportes nach La Hague
andere Atom- und Informationspolitik gefordert

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin aufgefordert, den bevorstehenden Atommülltransport aus dem AKW Philippsburg nach La Hague abzusagen. Diese Forderung wird mit den vielfältigen Gefahren begründet, die von diesen Transporten ausgingen. Die Durchführung solcher Transporte bedeute eine Weiterführung der falschen Atompolitik der früheren Bundesregierung. Die erneute Geheimhaltung aller Transportdaten sei zudem ein unakzeptabler Versuch, die Menschen an ihrem demokratischen Recht auf Protest zu hindern. Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Bundesvorsitzende: "Castorzüge können entgleisen, Atommülltransporte können in Unfälle verwickelt werden, Anwohner von Transportstrecken können Strahlengefährdungen unterliegen. Deshalb verlangen wir die umfassende Information der Öffentlichkeit über Strecken und Termine für die angekündigten Atomtransporte. Der mündige Bürger hat ein Recht darauf, zu erfahren wo und wann Castoren durch seine Region rollen." In einem Offenen Brief erinnert die BUND-Vorsitzende Bundesumweltminister Trittin auch an dessen eigene Anti-Castor-Proteste in früheren Jahren. Zahrnt: "Im März 1997 saßen Sie selber in Gorleben noch mit anderen Atomkraftgegnern vor dem Verladekran für Castor-Behälter auf der Straße, um gegen die Atommülltransporte zu protestieren. Sie kennen die möglichen Zuspitzungen und Gefährdungen, die durch die Konfrontation zwischen Demonstranten und Polizei auftreten können aus eigener Erfahrung. Wegen der von Atomtransporten ausgehenden Gefahren und angesichts der angekündigten Gegendemonstrationen gibt es nach unserer Auffassung nur eine mögliche Konsequenz: Sagen Sie die Atomtransporte ab!" Ende September hatte das Bundesamt für Strahlenschutz acht Castor-Transporte zur französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague in Frankreich genehmigt. Neben anderen Umweltverbänden und Bürgerinitiativen hatte daraufhin auch der BUND Proteste gegen die bevorstehenden Atommülltransporte angekündigt. 2005 soll die Wiederaufarbeitung von abgebrannten Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken im Ausland beendet werden. Dann wollen die AKW-Betreiber den Atommüll ausschließlich an ihren Kraftwerksstandorten zwischenlagern. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Weitere Informationen bei: BUND-Pressestelle: Rüdiger Rosenthal Mobil: 0171-8311051 Tel.: 030-27586-425 Fax: 030-27586-449 e-Mail: presse@bund.net Presse-Archiv: http://www.bund.net/aktuell Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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