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BUND: Protest der LKW-Fahrer ist Anlass zur Verkehrswende - Güter auf die Bahn und faire Preise für Umwelt und Transporte!

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) demonstriert bei der Protestaktion der LKW-Fahrer am Brandenburger Tor für eine ökologische und soziale Politik im Güterbereich. Mit Transparenten "Brummis auf die AutoBahn!", "Faire Preise für die Umwelt!" und "Faire Preise für Transporte!" macht die Umweltorganisation auf die verfehlte Verkehrspolitik der letzten Jahre aufmerksam. Dr. Angelika Zahrnt, BUND-Vorstandsvorsitzende: "Die Proteste der Lastwagenfahrer machen deutlich, in welcher Sackgasse das europäische Transportwesen steckt. Mit immer niedrigeren Preisen reagieren die Spediteure auf die Konkurrenz und den zunehmenden Druck der Wirtschaft. Fahrer und Fahrerinnen werden mies bezahlt, sind sozial schlecht gestellt und der Schutz der Umwelt kommt unter die Räder. Es gibt nur eine Alternative: Mehr Güter auf die Bahn und faire Preise im Verkehr." Zu einer neuen Verkehrspolitik gehören nach Auffassung des BUND ökologisch und sozial faire Transportpreise. Dann lohnen sich Leerfahrten und rollende Lagerhaltung kaum noch. Die hohen Finanzmittel für den Straßenbau müssen umgelenkt und in ein leistungsfähiges Bahnnetz investiert werden. Kern einer umweltfreundlichen Politik im Güterverkehr muss wie beim PKW die Verkehrsvermeidung sein. Der Ausbau regionaler Produktions- und Versandstrukturen, Vorausplanung und Bündelung von Transporten sowie die stetige Anhebung der Ökosteuer sind weitere notwendige Maßnahmen für eine ökologische Politik im Verkehrsbereich. Zahrnt: "Wegen der Dumpingpreise für LKW-Transporte hat die Bahn derzeit keine Chance. Lastwagen transportieren heute über achtzig Prozent aller Güter. Die Lösung liegt darin, endlich einen fairen Wettbewerb für Transporte zu ermöglichen. Dem dienen auch die kommenden Stufen der Ökosteuer und die geplante Schwerverkehrsabgabe. Kompensationen geben falsche Signale, sie tragen nicht zur Verkehrswende bei und benachteiligen umweltfreundlichere Verkehrsmittel." Schuld an der verheerenden Situation im Speditionsgewerbe ist nach Ansicht des BUND die alte Bundesregierung und die EU, da der Güterverkehr europaweit liberalisiert wurde, ohne dass es Regelungen zum Schutz kleiner und mittelständischer Unternehmen gegeben habe. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Rückfragen bitte an: Tilmann Heuser, BUND-Verkehrsexperte Tel. 0177-6671316 oder Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher Tel. 0171-8311051, Tel. 030-27586-425, Fax: -449 e-Mail: presse@bund.net Presse-Archiv: http://www.bund.net/aktuell Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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