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BUND begrüßt Ergänzung der EU-Bioverordnung
Förderung des ökologsichen Lanbaus gefordert

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) begrüßt die morgen in Kraft tretende Ergänzung der
EU-Bioverordnung als großen Erfolg für den Verbraucher-, Tier- und
Umweltschutz. Die europaweite gesetzliche Regelung und Kontrolle des
Ökolandbaus verbessert nach Ansicht des BUND die Lebensqualität für
Mensch und Tier deutlich.
    
    Prof. Dr. Hubert Weiger, BUND-Sprecher des AK Landwirtschaft: "Der
hohe gesetzliche Standard für Bioprodukte gilt jetzt endlich auch für
tierische Erzeugnisse. Damit wird in ganz Europa Öko-Qualität
geschützt und Tier- und Umweltschutz auf höchstem Niveau garantiert.
Verbraucher können sich ab jetzt auch beim Fleisch darauf verlassen,
dass Bio drin ist, wo Bio draufsteht!"
    
    Der BUND empfiehlt den Verbrauchern daher einen genauen Blick aufs
Etikett. Die Bezeichnungen "biologisch" und "ökologisch" sind jetzt
bei allen Produkten geschützte Erkennungszeichen für gute
Bio-Qualität. Vor Bezeichnungen wie "kontrolliert", "nachhaltig",
"umweltverträglich" oder "natürlich gut" warnt der BUND hingegen.
Dahinter verbergen sich Trittbrettfahrer, die die Verbraucher seit
Jahren irreführen, da ihre Produkte mit konventionellen Methoden
hergestellt werden.
    
    Prof. Dr. Hubert Weiger: "Für den Umweltschutz bringt der
Ökolandbau große Vorteile: Die Böden haben eine bessere Qualität,
sind deshalb fruchtbarer und tragen zum Hochwasserschutz bei. Das
Grundwasser wird geschont, weil keine Pestizide zum Einsatz kommen
und die Stickstoffmengen angepasst werden. Die Artenzahl ist im
Durchschnitt um ein Drittel größer, als auf vergleichbaren
konventionell bewirtschafteten Flächen. Und die klimarelevanten
Emissionen könnten durch flächendeckenden Ökolandbau um die Hälfte
reduziert werden."
    
    Der BUND fordert daher die Bundesregierung auf, den Ökolandbau
jetzt mit gezielten Maßnahmen zu fördern. Dazu gehören nach Ansicht
des BUND eine breite Aufklärungskampagne über die Vorteile des
ökologischen Landbaus, ein Investitionsprogramm für die Umstellung
auf artgerechter Tierhaltung und die Förderung von
Ernährungsberatungen in Schulen und Gemeinden.
    
ots Originaltext: BUND
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Bei Rückfragen:

Prof. Dr. Hubert Weiger,
Bund Naturschutz in Bayern e.V.,
Landesfachgeschäftsstelle,
Bauernfeindstraße 23, 90471 Nürnberg
Tel.: 0911/8187810 oder
Pressestelle BUND-Bundesgeschäftsstelle,
Daniel Kluge
Tel. 030-27586-464 Fax: -449;
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