BUND

BUND und BBU fordern: Ein Prozent des UMTS-Erlöses für die Erforschung von Gefahren des Mobilfunks

Berlin/Bonn (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) fordern die Bundesregierung auf, mindestens ein Prozent des Gewinns aus der Versteigerung der Mobilfunklizenzen zur Verfügung zu stellen, um die Auswirkungen der UMTS-Technologie auf Mensch und Umwelt zu erforschen. Mit der Summe sollen Forschungsprojekte finanziert werden, die unabhängig von der Industrie mögliche Gefahren des Mobilfunks untersuchen. Bernd Rainer Müller, BUND-Experte für elektromagnetische Strahlung: "Mit der Versteigerung werden bisher ungenutzte Frequenzbereiche für den Mobilfunk freigegeben. Dadurch erhöht sich die bestehende Belastung durch elektromagnetische Strahlung für Mensch und Umwelt massiv, ohne dass die Umweltverträglichkeit überhaupt geprüft wurde. Hier besteht dringender Nachholbedarf!" Eduard Bernhard, Vorstandsmitglied im BBU: "Es ist verantwortungslos und ein Wahnsinn, dass hier eine neue Technik im großen Maßstab installiert werden soll, ohne Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Schon jetzt sind vielfältige Wirkungen elektromagnetischer Felder auf Organismen bekannt, die bereits bei geringer Feldstärke auftreten. Beispielsweise verändern sich die Gehirnströme, wenn man mit dem Handy telefoniert." Die Umweltverbände kritisieren, dass eine unabhängige Grundlagenforschung im Bereich elektromagnetischer Strahlung nicht existiert, obwohl die internationale Fachwelt und alle Beteiligten dringenden Bedarf sehen. Bisher fehlt ein umfassendes Erklärungsmodell, mit dem Gesundheitsgefährdungen beim Menschen und Beeinträchtigungen von Ökosystemen bestimmt werden könnten. Bernd Rainer Müller: "Es kommt erschwerend hinzu, dass unterschiedliche Schadwirkungen gleichzeitig auf den Menschen einwirken. Dadurch potenzieren sich die Belastungen und gefährliche Wechselwirkungen können entstehen. Länger andauernde Störungen durch elektromagnetische Strahlung schränken außerdem die körpereigenen Abwehrmechanismen ein. Dadurch erhöht sich das Krankheitsrisiko für jeden einzelnen." BBU und BUND fordern Bundesumweltminister Jürgen Trittin deshalb auf, eine umfangreiche neutrale Forschung über die Umweltverträglichkeit der UMTS-Technik durchzusetzen. Die neue Mobilfunk-Technik darf nach Ansicht der Umweltverbände nicht zugelassen werden, bevor ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit sichergestellt ist und verlässliche Standards zum Schutz der Bevölkerung eingeführt sind. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: Bernd Rainer Müller, BUND-Experte für elektromagnetische Strahlung / Tel. 05232-929045, e-mail: messtechnik@t-online.de oder BUND-Pressestelle: Daniel Kluge / Tel. 030-27586-464 Fax: -449; e-mail: presse@bund.net; Presse-Archiv: http://www.bund.net/aktuell Eduard Bernhard, Vorstandsmitglied des BBU / Tel. 06027-8404 Fax. 06027-99184 oder Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V., Prinz-Albert-Str. 73, 53113 Bonn / Tel. 0228-21 40 32, Fax: - 33, Email: BBU-Bonn@t-online.de, Homepage: BBU-online.de Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: BUND

Das könnte Sie auch interessieren: