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BUND startet Offensive für schnelleren Atomausstieg
Parteien sollen für Ökostrom und Stromsparen werben

Berlin (ots) - Eine Werbetour für Ökostrom und zum Stromsparen hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute in Berlin gestartet. Die Angestellten der Parteizentralen von Bündnis 90/Die Grünen, der SPD, CDU, FDP und PDS und bundesweit alle Haushalte werden aufgerufen, zu ökologischen Stromlieferanten zu wechseln, um so erneuerbaren Energien schneller zum Durchbruch zu verhelfen. Alle Bürgerinnen und Bürger seien gefordert, ihre persönlichen Einsparmöglichkeiten für Strom und Energie optimal auszuschöpfen, um Deutschlands Umwelt- und Klimaschutzziele erreichen zu helfen, sagte Dr. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer, beim Start der Werbetour für "Grünen Strom" und zum Stromsparen vor der Parteizentrale von Bündnis 90/Die Grünen in Berlin-Mitte. "Ökostrom kauf ich mir! Atomstrom spar ich mir! Dieses Motto auf unserem Transparent ist nach dem Atomkompromiss zwischen Bundesregierung und Stromwirtschaft aktueller denn je. Wir alle können dazu beitragen, dass der Atomausstieg schneller kommt als es die vereinbarten 21 Jahre Restlaufzeit für Atomkraftwerke erwarten lassen. Der Atomausstieg ist sofort möglich, wenn wir verschwendete Energie einsparen und zu Alternativen wechseln", sagte Timm. Renate Künast, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen: "Die Steigerung der Energieeffizienz bei allen Verfahren und Produkten ist das Gebot der Stunde. Mehr Solardächer, mehr Windparks und mehr Biomasseanlagen - das sind die Stromquellen der Zukunft. Je schneller Jedefrau und Jedermann auf erneuerbare Energien umsteigen, umso eher bannen wir die Risiken der Atomkraftwerke. Atomstrom ist gelb, rot oder blau - nur Grün steht für eine umweltfreundliche Energiewirtschaft und dafür wird auch die grüne Partei weiter stehen." Der BUND ruft alle Haushalte auf, Ökostrom von Anbietern zu beziehen, die mit dem Grünen-Strom-Label ausgezeichnet sind. Weil diese Stromanbieter in Solar- und Windenergie investieren, lässt sich so - ergänzend zu staatlichen Förderprogrammen - der Anteil erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung steigern. Ralf Bischof, Vorstand der Naturstrom AG Düsseldorf: "Wir engagieren uns besonders für den Bau zusätzlicher Solar- und Windkraftanlagen. Dafür sind wir als erstes Unternehmen mit dem Grünen Strom Label in Gold ausgezeichnet worden." Speziell für die Mitglieder des BUND gibt es ein Ökostrom-Angebot in Zusammenarbeit mit der Naturstrom AG. Haushalte, die sich außerdem an der Aktion "SparWatt" des BUND beteiligen, erhalten zusätzlich Stromspartipps, mit denen sie ihre Stromkosten verringern können. Ein durchschnittlicher Haushalt kann ohne großen Aufwand rund 20 Prozent Strom einsparen. Die bundesweit eingesparten Kilowattstunden werden in einem "SparWatt-Barometer" addiert und das Ergebnis an Politiker und Energieunternehmen übermittelt. Das größte Potenzial an Stromsparmöglichkeiten in Haushalt und Büro besteht laut BUND bei Standby-Schaltungen: Wenn der Leerlaufverlust bei Fernsehern, Videorecordern, Faxgeräten u.s.w. auf das unbedingt notwendige Maß begrenzt würde, ließen sich allein durch das Stromsparen zwei Atomkraftwerke abschalten. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: Matthias Seiche, Referent für Wirtschafts- und Energiepolitik, Tel. 030-27586-433, Fax -440, mail: matthias.seiche@bund.net oder Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher (0171-8311051): Tel. 030-27586-425/64 (mobil:0171-8311051), eMail: presse@bund.net Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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