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NABU fordert konsequenten Einstieg in ökologische Energiepolitik

Bonn (ots) - Der Naturschutzbund NABU hat die Bundesregierung anlässlich der heutigen Energiedebatte im Bundestag aufgefordert, die notwendige Ökologisierung der Energiepolitik konsequenter voranzutreiben. "Der von Bundeswirtschaftsminister Müller im vergangenen Jahr initiierte Energiedialog hat deutlich gemacht, dass keine klaren Vorstellungen über die konkrete Ausgestaltung der künftigen Energiepolitik existieren", sagte NABU-Präsident Jochen Flasbarth. Angesichts der ökologischen Notwendigkeit einer grundlegenden Umstrukturierung unserer Energieversorgung reiche das allgemeine Bekenntnis zur Veränderung des Energiemixes nicht aus. So könne die Braunkohle wegen ihrer schlechten Klimabilanz nicht mehr im bisherigen Umfang für die Stromerzeugung eingesetzt werden. Deshalb forderte Flasbarth den Verzicht auf eine Weiterführung des rheinischen Braunkohlebergbaus: "Wir brauchen nicht nur starke Bekenntnisse für eine Energiepolitik, die Energieeinsparung und regenerative Energieträger in den Blickpunkt rückt, sondern wir brauchen vor allem ein konsequentes Umsteigen." Dies werde nicht gelingen, wenn gleichzeitig der Braunkohle ebenso wie der Steinkohle und der Mineralölwirtschaft signalisiert werde, dass sich bis auf weiteres nichts wesentliches ändere, so Flasbarth weiter. Als besonders dringlich bezeichnete Flasbarth eine langfristige Regelung für die Sicherung und Steigerung des Stromanteils aus Kraft-Wärme-Kopplung: "Die Quote mit der verbindlichen Zielsetzung 20 Prozent KWK-Strom bis 2010 muss endlich her!" Ein weiterer Schwerpunkt der Energiepolitik müsse in der deutlichen Reduktion des Energiebedarfs in Häusern liegen. "Die geplante Energieeinsparverordnung liegt schon viel zu lange auf Schreibtischen", so Flasbarth. Erhebliche Aufwendungen seien erforderlich, um die notwendigen Anreize für die energetische Sanierung des Gebäudebestands zu geben. Der NABU lobte ausdrücklich die Maßnahmen der Bundesregierung zur Förderung der Erneuerbaren Energien. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz und das 100.000-Dächer-Programm stellten wichtige Beiträge zur Energiewende dar. ots Originaltext: NABU Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Frank Musiol, NABU-Referent für Umweltpolitik, 0228-4036-164 Im Internet zu finden unter http://www.nabu.de Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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