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Öffentliches Wassertrinken gegen Wasserprivatisierung
BUND: Nutzung der Wasserressourcen darf nicht ungezügelter Vermarktung Unterliegen

Berlin (ots) - Zum Sommeranfang 2000 macht der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute vor dem Bundeswirtschaftsministerium mit einem Öffentlichen Wassertrinken gegen die Wasserprivatisierung mobil. Bundestagsabgeordnete von SPD, Bündnis 90/Grüne und PDS sind ebenfalls beteiligt. Für Wirtschaftsminister Werner Müller brachten die Umweltschützer eine rot-grüne Wasserpumpe mit, auf der "Wasser ist Leben - Stop Wasserprivatisierung!" zu lesen ist. Aus 103 Wasserflaschen - aufgestellt in Form eines Paragrafen - bieten die BUND-Demonstranten den Angestellten des BMWi und Passanten Trinkwasser an. Der BUND lehnt die vom Bundeswirtschaftsminister beabsichtigte Privatisierung der deutschen Wasserwirtschaft ab. Den Ländern und Kommunen dürften ihre hoheitlichen Rechte zur verbrauchernahen und umweltfreundlichen Wasserversorgung durch die Abschaffung des § 103 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen nicht beschnitten werden. BUND-Sprecher Sebastian Schönauer: "Wasser ist ein Grund-Lebensmittel. Wenn Verfügbarkeit und Schutz des Wassers in die Hände von Multis gelangen, werden neue Gewinn maximierende Monopole aufgebaut. Hohe Profite sollen mit niedrigen Standards erreicht werden. Qualitätsnormen, Ressourcenschutz und notwendige Einsparziele beim Wasser bleiben so auf der Strecke." Der BUND fordert Bundeswirtschaftsminister Müller auf, sich gegen die Streichung des Paragrafen 103 im Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu wenden. Er müsse erkennen, dass die Wasserversorgung als regionale öffentlich-rechtliche Dienstleistung in der Verantwortung von Kommunen und Bundesländern verbleiben müsse. Es dürfe keinen Ausverkauf des kommunalen Tafelsilbers geben. Der Verkauf der kommunalen Wasserbetriebe mit langjähriger Vertragsbindung an Großkonzerne bietet im Gegensatz zum Strom- und Telekommunikationsmarkt nach BUND-Auffassung weder preisliche noch sonstige Vorteile für den Kunden. Im Gegenteil: Erst gestern wurde bekannt dass die Potsdamer Wasserwerke ihrem privaten Anteilseigner - dem deutsch-französischen Konsortium Eurawasser - wegen beabsichtigter Preiserhöhungen gekündigt hat. Schönauer: "Wasser ist kein elektrischer Strom und Mobilfunknetze sind keine Wasserleitungen. Aus den Hähnen darf niemals gelbes, grünes oder rotes Wasser zu Dumpingpreisen fließen. Wer mit dem Lebensmittel Nummer Eins - dem Wasser - nur noch Profit machen will, gefährdet Umwelt und Gesundheit von Millionen Menschen." ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Ein 7-seitiges Hintergrundpapier zur Privatisierung der Wasserwirtschaft und weitere Informationen erhalten Sie bei: Rüdiger Rosenthal BUND-Pressesprecher: Mobil: 0171-8311051) Tel. 030-275864-25/64, http://www.bund.net /aktuell Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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