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BUND: Benzinpreis-Populismus der CDU/CSU soll Ökosteuer diskreditieren

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordert die CDU/CSU und die FDP auf, ihren Benzinpreis-Populismus gegen die Ökosteuer einzustellen. Es sei noch nicht in Vergessenheit geraten, dass vor dem Regierungswechsel auch Mitglieder der damaligen Regierungsparteien für eine Berücksichtigung der Umweltkosten bei den Energiepreisen eingetreten sind. Gerhard Timm, BUND-Bundesgeschäftsführer: "Der verantwortungslose Populismus der Bleifußfraktion im Deutschen Bundestag birgt die Gefahr, dass das einzige ökologische Reformprojekt der letzten Jahre in Deutschland - und zwar die Berücksichtigung der Umweltkosten und die Senkung der Lohnkosten - diskreditiert wird. Wenn die verantwortungslosen Ökosteuergegner für die Freie Fahrt in die Klimakatastrophe eintreten wollen, dann sollen sie es deutlich sagen. Und sie sollen dazu stehen, dass sie sich für die Lebensgrundlagen nachfolgender Generationen nicht interessieren." Die Umwelt- und Gesundheitsschäden durch den Autoverkehr und die Folgen der Energievergeudung in vielen Bereichen sind nach BUND-Auffassung noch nicht ausreichend in den Preisen für Strom und Mineralöl berücksichtigt. Neben den Klimaschäden sind durch Abgase und Dieselruß hervorgerufene Allergien und Krebserkrankungen auch darauf zurückzuführen. Jährlich verursachen LKW- und Pkw-Verkehr in Deutschland Umwelt- und Krankenkosten zwischen 70 und 100 Milliarden Mark. Timm: " Ökologisches Verhalten muss sich noch stärker lohnen und Energieverschwendung darf nicht weiter gefördert werden. Die Autoindustrie muss noch intensiver zur Produktion sparsamer Fahrzeuge gedrängt werden. Die Bundesregierung hat mit der Ökosteuer die einmalige Chance, langfristig Innovationen und zukunftsfähige Arbeitsplätze am Standort Deutschland zu fördern. Je deutlicher und berechenbarer die Anhebungen der Steuersätze ausfallen, desto stärker ist dieser Effekt." Die geringfügige und stetige Steigerung beim Benzinpreis wird lediglich dazu führen, dass sich die deutschen Benzinpreise innerhalb der Europäischen Union bis 2003 von Platz 9 auf Platz 6 erhöhen. Benzin ist im Vergleich zu anderen Produkten auch dann noch relativ billig. Wäre der Benzinpreis seit 1960 der allgemeinen Preisentwicklung gefolgt, würde der Liter Benzin heute etwa 2,70 DM kosten. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: Matthias Seiche, Referent für Wirtschaftspolitik, Tel. 030-27586-433, Fax -440, mail: matthias.seiche@bund.net oder Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher: Tel. 030-27586-425/64 (mobil:0171-8311051), eMail: presse@bund.net; www.bund.net/aktuell Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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