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BUND: Scheinheilige Atomdebatte bei CDU und CSU - angeblicher Entsorgungskonsens ist eine Schimäre

    Berlin (ots) - Als scheinheilig und durch nichts zu rechtfertigen
hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die
Forderung von CDU und CSU nach Mitsprache beim Atomausstieg
bezeichnet. Die beiden Parteien hätten in sechzehn Jahren
Regierungsbeteiligung nichts zur Lösung der Besorgnis erregenden
Atommüllprobleme und zur Energiewende beigetragen. Damit hätten sie
jede Glaubwürdigkeit verspielt, bei der Suche nach einem Ausweg aus
dem entstandenen Entsorgungsdilemma konstruktiv mitwirken zu können.
    
    Walter Jungbauer, Atomexperte des BUND: "Wenn Angela Merkel und
Edmund Stoiber jetzt einen angeblich existierenden Entsorgungskonsens
beschwören, zeigt das nur, dass die frühere Umweltministerin nichts
aus den Castorskandalen gelernt hat. Auch Bayern verschiebt seinen
Atommüll am liebsten per Castor in andere Bundesländer. Merkel und
Stoiber wollen nur eins: Gefährliche Atomkraftwerke weiterbetreiben
und den Strahlenmüll anderen in die Schuhe schieben. Ihr angeblicher
Entsorgungskonsens ist nichts als eine Schimäre."
    
    Der BUND hält den Vorwurf der Konzeptionslosigkeit in der
Atomfrage von Seiten der CDU und CSU gegen die Bundesregierung für
ungerechtfertigt. Gerade diese beiden Parteien hätten sehenden Auges
und wider besseren Wissens Deutschland in die atompolitische
Sackgasse hinein manövriert.  
    
    Jungbauer: "Wer wie Merkel und Stoiber immer noch glaubt, nicht
existierende Endlager lösten das Atommüllproblem und Atomkraftwerke
dienten dem Klimaschutz zeigt nur sein ewig gestriges Denken. Ganze
Bücherregale voll mit Studien für eine Energiewende beweisen das
Gegenteil. CDU und CSU sollten diese erstmal zur Kenntnis nehmen,
bevor sie wieder in der Atomdebatte ernst genommen werden wollen."
    
    Der BUND unterstützt Bundesumweltminister Trittin in seiner
Ablehnung einer Beteiligung von CDU und CSU an den
Atomausstiegsverhandlungen. Der BUND hält den von der Bundesregierung
eingeschlagenen Weg zu mehr Energieeinsparung und für eine
verstärkte Förderung erneuerbarer Energien für richtig. Dabei gebe es
jedoch noch viele Reserven, die es im Sinne eines schnelleren
Atomausstiegs zu nutzen gelte.  
    
    
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Weitere Informationen: Walter Jungbauer / BUND-Atomexperte / Tel.
0172-3260691 bzw. Rüdiger Rosenthal / BUND-Pressesprecher / Tel.
0171-8311051.

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