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Weltwassertag
Grundwasserschutz
BUND zum Weltwassertag: Schutz der Ressource Grundwasser nötiger denn je

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) ruft anlässlich des morgigen Weltwassertags Politik, Industrie
und Landwirtschaft in Deutschland auf, dem Schutz des Grundwassers
einen höheren Stellenwert zu geben. Noch immer verschmutzen
Industriegifte und landwirtschaftliche Chemikalien das Grundwasser,
das in Deutschland mit rund 70 Prozent Hauptquelle für die
Trinkwassergewinnung ist. Zugleich übernutzen wasserintensive
Industrien wie die Chemie- und Autoindustrie sowie private
Verbraucher die Wasserressourcen. Zunehmend gefährden auch
Arzneimittel wie Hormone und Cytostatika die Trinkwasserreservoirs.
    
    BUND-Vorstandssprecher Sebastian Schönauer: "Wasser ist eine der
wertvollsten Ressourcen der Erde. In mehr als der Hälfte der
deutschen Landkreise und selbst in Wasserschutzgebieten werden heute
Pestizide im Grundwasser gefunden. Industrie und Landwirtschaft
müssen ihre Anstrengungen zur Reduzierung der Gifteinträge
verstärken, sonst werden wir immer mehr Geld zur Aufbereitung von
immer weniger Wasser bezahlen müssen."
    
    Der BUND fordert für Industrieanlagen die Ausarbeitung
verbindlicher Standards beim Übergang zu geschlossenen
Wasserkreisläufen. An Landwirte und Gärtner appelliert der BUND,
weniger Chemikalien einzusetzen und ökologische Anbaumethoden
anzuwenden.
    
    Schönauer: "Bestimmte Subventionen in der industriellen
Landwirtschaft stehen dem Grundwasserschutz diametral entgegen. Nicht
der Verursacher zahlt am Ende für den angerichteten Schaden, sondern
die Verbraucher müssen die höheren Wasserpreise berappen. Das
Verschmutzen der Wasserreservoirs darf sich für niemanden mehr
lohnen. Allein der ökologische Landbau sichert den nachhaltigen
Umgang mit dem Grundwasser."
    
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