BUND

BUND: Bundesrat ignoriert Schutzbedürfnis der Bevölkerung vor BSE

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat dem Bundesrat Ignoranz gegenüber dem Schutzbedürfnis der Bevölkerung vor BSE vorgeworfen. Mit der heutigen Entscheidung für eine Aufhebung des Importverbotes für britisches Rindfleisch steige die Gefahr von Erkrankungen an der gefährlichen Creutzfeldt-Jakob-Krankheit auch in Deutschland. BUND-Bundesgeschäftsführer Dr. Gerhard Timm: "Die XEL-Kennzeichnung britischen Rindfleisches bietet keine ausreichende Sicherheit vor BSE. Angesichts von mehr als 2000 neuen BSE-Fällen pro Jahr in Großbritannien, von 50 britischen Creutzfeldt-Jakob-Toten und von zwei Neuerkrankungen in Frankreich ist die Aufhebung des Importverbotes für Deutschland mehr als leichtsinnig. Der Bundesrat lässt mit seiner Entscheidung zudem Frankreich allein, das jetzt unter zusätzlichen Druck gerät, ebenfalls dem Import britischen Rindfleisches zuzustimmen." Vor der Aufhebung des Embargos für britisches Rindfleisch hatte der BUND eine umfassende Etikettierung sämtlicher Fleischarten und Fleischprodukte gefordert. Schlachtort und -zeitpunkt, landwirtschaftlicher Betrieb und der Verarbeitungsweg des Fleisches müssten klar erkennbar werden, um den Kunden wirksam vor unkalkulierbaren Gesundheitsgefahren zu schützen. Britisches Rindfleisch sollte nach BUND-Auffassung in der gesamten Europäischen Union gekennzeichnet werden, damit nicht über irgendwelche Umwege undeklariertes Fleisch nach Deutschland gelangen könne. Eine Etikettierung, die auf Deutschland beschränkt bleibt, würde hingegen Umdeklarationen und Etikettenbetrügereien Tür und Tor öffnen. Nicht nur frisches britisches Rindfleisch, sondern auch alle anderen Fleischarten und Fleischprodukte sollten einen lückenlosen Nachweis von der Produktion bis zur Ladentheke erhalten. Auch in der Gastronomie müsse dieser Nachweis zu führen sein. Nur so könnten die Risiken durch BSE und Lebensmittelskandale reduziert werden. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: - Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher: (Mobil: 0171-8311051), Tel. 030-275864-25/64, mail: presse@bund.net; Presse-Archiv: http://www.bund.net/aktuell Alle BUND-Pressemitteilungen im eMail-Abo: http://www.bund.net/aktuell/newsletter Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Weitere Meldungen: BUND

Das könnte Sie auch interessieren: