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BUND gegen Ausnahmeregelungen für genmanipulierten Mais
Antibiotika-Resistenzen und Auskreuzungen gentechnisch manipulierter Organismen stoppen!

Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) spricht sich gegen die von der Bundesregierung heute beabsichtigte Rücknahme des Aussaat-Verbotes für genmanipulierten Mais aus. Der Anbau insektenresistenten Mais der Firma Novartis (Bt 176) war erst am 16. Februar von Gesundheitsministerin Andrea Fischer verboten worden. Nun sollen 12 Tonnen des Bt-Maises auf zirka 500 Hektar mit Ausnahmegenehmigungen ausgesät werden dürfen. Dan Leskien, BUND-Gentechnikexperte: "Zahlreiche Studien belegen: Die Risiken durch genmanipulierte Organismen sind nach wie vor ungeklärt und laufend kommen neue Erkenntnisse über mögliche Schäden für Mensch und Umwelt hinzu. Beispielsweise sind normale Pflanzen durch Auskreuzungen genmanipulierter Organismen kontaminiert worden. Für betroffene Landwirte stellt das eine gefährliche Bedrohung ihrer Existenz dar." Zugleich werden Bundesregierung und deutsche Europaparlamentarier aller Parteien vom BUND zu verstärktem Einsatz für eine akzeptable EU-Gentech-Richtlinie aufgefordert. Die derzeitige Neufassung der sogenannten Freisetzungsrichtlinie müsse vor allem ein Verbot antibiotikaresistenter Markergene, wirksame Maßnahmen gegen die Auskreuzung gentechnisch veränderter Organismen sowie eine Versicherungs- und Haftungspflicht für Schäden durch solche Organismen enthalten. Prof. Hubert Weiger, Sprecher des Arbeitskreises Landwirtschaft des BUND: "Bundesregierung und Europaparlamentarier müssen in vereinter Anstrengung dafür sorgen, dass der Einzug der Gentechnik in Landwirtschaft und Lehensmittelproduktion gestoppt wird. Die Verbraucher haben vielfach in Umfragen und beim Einkauf kund getan, dass sie genmanipulierte Nahrung ablehnen. Das Engagement unserer Vertreter im Europaparlament gegen die gentechnische Verschmutzung der Lebensmittel ist für den Schutz von Umwelt und Gesundheit entscheidend." Nach der kommende Woche geplanten Behandlung der Freisetzungsrichtlinie im Umweltausschuss des EU-Parlarments wird sie Anfang April im Plenum verhandelt. Verabschiedet wird die Richtlinie anschließend vom EU-Umweltrat, dem Bundesumweltminister Jürgen Trittin angehört. Der BUND fordert Minister Trittin zu mehr Engagement beim Schutz von Landwirtschaft und Bevölkerung vor den negativen Folgen der Gentechnik auf. Eine europaweite BUND-Kampagne gegen Gentechnik, an der 22 Partnerverbände von Friends of the Earth teilnehmen, hat das Ziel, Landwirtschaft und Lebensmittel gentechfrei zu halten. ots Originaltext: BUND Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Bei Rückfragen: Prof. Dr. Hubert Weiger, Sprecher des BUND-Arbeitskreises Landwirtschaft und Dan Leskien, BUND-Gentechnikexperte (0172-2152426) oder BUND-Pressestelle: Rüdiger Rosenthal / Tel. 030-275864-25 (0171-8311051), Fax: -40; e-Mail: presse@bund.net, Presse-Archiv: http://www.bund.net/aktuell Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

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