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BUND unterstützt Forderung nach emissionsbezogener Flugverkehrsabgabe
Regierung muss beim Flugverkehr Klimaschutz durchsetzen

    Berlin (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) begrüßt den Vorstoß der Bundestagsfraktion von Bündnis´90/Die
Grünen zur europaweiten Einführung einer emissionsbezogenen
Luftverkehrsabgabe. Die heute von der Fraktion veröffentlichte Studie
macht deutlich, dass eine derartige Abgabe des Luftverkehrs für den
Klima- und Umweltschutz innerhalb der Europäischen Union durchsetzbar
und mit internationalen Abkommen vereinbar ist.
    
    Tilmann Heuser, Verkehrsexperte des BUND: "Bei der Vorlage der
Studie darf es nicht bleiben. Die Bundesregierung muss jetzt
beweisen, dass sie ihre Versprechungen zum Klimaschutz ernst nimmt
und auch den Flugverkehr dabei einbezieht. Statt allein auf weiteres
Wachstum des Flugverkehrs zu setzen, müssen endlich die ökologischen
und gesundheitlichen Schäden aus dem rasant zunehmenden Luftverkehr
verringert werden."
    
    Schon heute trägt der Flugverkehr mit vier Prozent zum
Treibhauseffekt bei. Aufgrund der hohen Wachstumsraten werden die
Treibhausgasemissionen der Flugzeugflotte trotz technischer
Fortschritte weiter anwachsen. Angeheizt werden die exorbitanten
Zuwächse durch indirekte Subventionen des Staates. Im Gegensatz zu
anderen Verkehrsträgern zahlen die Airlines weder Kerosin- noch
Mehrwertsteuer, alleine in Deutschland entgehen dem Fiskus dadurch
jährlich 12 Milliarden DM. Tilmann Heuser: "Erst mit einer
Einbeziehung externer Kosten lassen sich faire Wettbewerbsbedingungen
herstellen und damit die Verlagerung von Kurzstrecken- und
Zubringerflügen auf die Bahn vorantreiben. Eine emissionsbezogene
Luftverkehrsabgabe ist ein erster Schritt, um dieses Ziel zu
verwirklichen."
    
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