BUND

Bundestag muss Transrapid-Gesetz zurücknehmen
Transrapid-Milliarden für Investitionen ins Schienennetz umwidmen

    Bonn (ots) - Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND) fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages auf, das
sogenannte "Transrapidbedarfs-Gesetz" aus dem Jahre 1996 jetzt
umgehend zurückzunehmen. Die 6,1 Milliarden Mark, die für die
Transrapidstrecke Hamburg - Berlin vorgesehen waren, sollen im
Verkehrsetat der Bundesregierung umgewidmet und für den zügigen
Ausbau der Bahn eingesetzt werden. Tilmann Heuser, Verkehrsexperte
des BUND: "Die Begehrlichkeiten des Bundesverkehrsministers und
verschiedener Bundesländer nach dem zwischen Hamburg und Berlin
eingesparten Transrapid-Geld für neue Transrapid-Luftschlösser müssen
zurückgewiesen und die Milliarden stattdessen in den Ausbau
vernachlässigter Bahnlinien gesteckt werden." Die Gelder sollen nach
BUND-Auffassung in die Sanierung der Schienenwege, den Ausbau
vorhandener Trassen für den Gütertransport und die Beschaffung
schneller energiesparender Neigezüge fließen. Zudem könne die Bahn
durch den Einsatz von optimierter Signaltechnik auf ihren Strecken
erhebliche Leistungssteigerungen erreichen.
    
    Als wichtigste alternative Ausbaustrecken schlägt der BUND die
ICE-Trasse Berlin-Hamburg (rund 1 Milliarde) sowie die Bahnlinien
Hamburg-Stralsund (1,6 Milliarden), Hamburg-Uelzen-Stendal-Berlin
(1,4 Milliarden), Berlin-Stralsund (1 Milliarde) und Berlin-Rostock
(1 Milliarde) vor.
    
    Tilmann Heuser: "Es darf nicht sein, dass die
Transrapid-Milliarden jetzt weitere Jahre auf Eis gelegt werden,
obwohl es an allen Ecken und Enden bei der Bahn Modernisierungs- und
Ausbaubedarf gibt. Mit diesem Geld ließe sich nicht nur zunehmend
Schwerverkehr auf die Schiene verlagern, auch beim Personenverkehr
sind Attraktivität und Sicherheit weiter zu steigern. Der Deutsche
Bundestag muss jetzt seine Verantwortung wahrnehmen und die
Transrapid-Milliarden umwidmen. Nur so können die Abgeordneten ihren
Fehler beim Beschließen des Transrapid-Bedarfsgesetzes wieder gut
machen."
    
    
ots Originaltext: BUND
Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

Bei Rückfragen:
Tilmann Heuser / Verkehrsexperte des BUND,
Tel. 0228-40097-35 (mobil: 0177-6671316);
Rüdiger Rosenthal/ BUND-Pressesprecher
(mobil: 0171-8311051), Tel. 0228-40097-25/54, Fax: -49;
eMail: presse@bund.net; Presse-Archiv im Internet:
www.bund.net/aktuell

Original-Content von: BUND, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: BUND

Das könnte Sie auch interessieren: